abnehmen.net

“Iss den Teller leer” macht dick

Kinder werden häufig dazu angehalten, ihren Teller aufzuessen. Sonst ist die Großmutter traurig oder die Sonne scheint am nächsten Morgen nicht. Aber wie beeinflusst dieses erlernte Verhalten das Gewicht des Kindes und die gegessenen Portionsmengen?

Eine Studie des amerikanischen Cornell Foodlabs mit 63 vierjährigen Vorschulkindern zeigte, dass Kinder die aus Familien kamen, in denen das Verhalten den „Teller leer essen“ anerzogen wurde, weniger Selbstdisziplin beim Essen besitzen.

Sie aßen, obwohl die Eltern nicht im Hause waren, 35 Prozent mehr Cornflakes als Kinder, bei denen der Teller zu Hause nicht aufgegessen werden muss. Besonders bei den Jungs war dieses Verhalten zu beobachten, sie forderten bewusst größere Portionen ein. Dies ist ein Verhalten, dass zum Überessen und damit bereits in jungen Jahren zu Übergewicht führen kann.

Eltern, die darauf bestehen, dass ihr Kind den Teller leer isst, üben eine übermäßige Kontrolle auf das Essverhalten des Kindes aus.

Sie behindern damit unbeabsichtigt die Entwicklung der Selbstkontrolle ihres Kindes über das eigene Essverhalten.

Die Studie legt nahe, dass es natürlich wichtig ist, den Kinder Ernährungsrichtlinien beizubringen, diese jedoch nicht zu erzwingen. Besser als „Iss Deinen Teller leer“ ist ein gemäßigter Ansatz, zum Beispiel:

  • kleinere Portionsgrößen auf kleineren Teller oder Schüsseln
  • das Kind dazu bringen, alle Zutaten des Gerichtes zu kosten (Fleisch, Kartoffeln und Gemüse)
  • herausfinden, ob das Kind einen Nachschlag möchte oder nicht

Der Leiter der Studie, Brain Wansink, zieht folgendes Fazit: „Wenn meine Kinder ihren Teller nicht leer essen möchten, dann ist das absolut in Ordnung für mich.“

Recht hat er, schließlich ist es besser es regnet am nächsten Tag, als wenn das eigene Kind unter Übergewicht leidet. Hier lest ihr, wie ihr eure Kinder zum Essen von gesundem Gemüse motivieren könnt!