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Ist Zucker gleich Zucker?

Wenn wir das Wort Zucker hören, denken die Meisten von uns immer an den weißen Streuzucker oder Würfelzucker, den wir uns in Kaffee oder Tee streuen. Aber Zucker ist viel mehr.


Als Zucker gelten vor allem Saccharose (=Haushaltszucker) und Glucose (=Traubenzucker). Zucker versteckt sich hinter ganz verschiedenen Namen und, ohne das es uns bewusst ist, nicht nur in Süßigkeiten sondern in sehr vielen Lebensmitteln.

So enthalten zum Beispiel viele Soßen, Wurstwaren, Säfte und Fertigprodukte Zucker. Kein Problem, dann schaut man einfach auf der Zutatenliste nach?

Leider ist das nicht immer ein Indikator dafür, ob Zucker enthalten ist. Denn meist taucht er nicht als „Zucker“ in der Zutatenliste auf, sondern unter chemischen Fachbegriffen, so dass die Zuckerzutaten nicht auf Anhieb zu erkennen sind. Achtet darum beim Einkaufen auf Wörter mit den Endungen "-ose" und "-dextrin" auf die Zutatenliste.

Zucker|suedzuckerIn den letzten Jahren ist der Pro-Kopf Verbrauch in Deutschland an klassischem Haushaltszucker zurückgegangen.

Dafür verwenden immer mehr Lebensmittelhersteller Fructose, Glucosesirup oder andere Zuckerarten. Das ist nicht immer unproblematisch, denn diese Zuckerarten haben oft einen geringeren Sättigungseffekt und wirken sich ungünstig auf den Stoffwechsel aus.

Vor allem der so genannte "High Fructose Corn Syrup" (HFCS) wurde in den letzten Jahren kritisch untersucht. Er steht im Verdacht, wenn er in sehr hohen Mengen zum Beispiel als Süßungsmittel in Softdrinks konsumiert wird, ein weiterer Auslöser für Übergewicht und damit übergewichtsbedingte Erkrankungen zu sein.

Auch Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit und Süßstoffe wie Aspartam, Acesulfam und Cyclamat sind nicht unbedingt eine Lösung, denn sie wirken bei sensiblen Menschen ähnlich wie Zucker und stehen im Verdacht, zu einer Insulinausschüttung zu führen. Das begünstigt die Entstehung von Übergewicht ebenfalls.

Was ist die Lösung des süßen Problems?

Genießt Süßes nur ab und zu und vermeidet ansonsten weitestgehend Zucker und zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke. Lest euch beim Einkaufen die Verpackung detailliert durch, um versteckten Zucker aufzuspüren. Süßstoffe solltet ihr nur verwenden, wenn ihr nach deren Verzehr nicht mit Heißhunger darauf reagiert.

Am besten ist es, sich den Süßgeschmack etwas abzutrainieren. Nehmt immer weniger Zucker in Tee oder Kaffee und steigt langsam von normaler Schokolade auf Schokolade mit einem höheren Kakaoanteil um: Ihr werdet sehen, nach einiger Zeit gewöhnen sich eure Geschmacksnerven an weniger Süße und ihr werdet eine süße Limonade als unerträglich empfinden.

Der Geschmack, so heißt es, lässt sich in 1,5 bis 3 Monaten regelrecht umtrainieren – ein Versuch ist es also Wert. Das erfordert natürlich auch etwas Diziplin.