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Jesus Diät

Diese Diät ahmt die angebliche Lebensweise und Ernährung von Jesus nach, der zu seiner Zeit sehr bescheiden gelebt hat. Der amerikanische Mediziner Dr. Don Colbert aus Florida ist auf die Idee gekommen, einen Diätplan und Rezepte zum Abnehmen nach dem Vorbild Jesus Christus zu erstellen. Dabei soll sich der Abnehmwillige bei aufkommendem Hungergefühl, vor dem Essen stets fragen „Was würde Jesus essen?“. Der Messias der Christen aß, laut Colbert, gesund und war deswegen schlank und fit. Von der Diät Jesu soll nun auch der Rest der Menschheit profitieren und nach dem Ernährungsplan von Colbert vital und schlank werden.

Gesamtbewertung

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Wirkung/schneller Erfolg

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kein Hungergefühl

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Einfach durchzuhalten

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Einfach zu verstehen

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wenig Einschränkungen

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zum Auswärtsessen geeignet

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gesundheitlich bedenklich

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Inhalt des Diätprofils

  1. Wirkungsweise
  2. Expertenfazit

Wirkungsweise

„What Would Jesus Eat? The Ultimate Program for Eating Well, Feeling Great, and Living Longe“ gibt es nur in der englischen Fassung zu kaufen.

Gegessen wird bei der Jesus-Diät eher spartanisch und naturverbunden. Jesus aß natürlich keine Fertigprodukte, kein Fast Food und trank auch keine Limonade. So viel ist schon mal sicher. Zu den Lebzeiten Jesus aß man allgemein viel Gemüse.

In Vorderasien, wo Jesus lebte und wikte, wurden Hülsenfrüchte, vor allem Bohnen und Linsen verzehrt. Das Brot wurde aus Weizenmehl gebacken und es gab viel Obst (Weintrauben). Fisch stand ebenfalls oft auf dem Speiseplan, Fleisch dagegen nur selten. Wasser und Rotwein waren die vorherrschenden Getränke, wobei der Wein in Maßen getrunken wurde.

Der Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten war in dieser Gegend recht hoch, so dass auch die Versorgung mit wertvollen Omega-3 Fetten und tierischem Eiweiß nicht zu kurz kam. Fett, vor allem gesättigte Fette aus Fleisch, soll Jesus dagegen kaum gegessen haben. Auch Zucker, außer in Form von Honig und Obst (Fruchtzucker), wurde damals nur selten verzehrt.

Pflanzliches Fett, zum Beispiel aus Oliven, wurde aber durchaus gegessen. Heuschrecken und anderes Getier, so steht es in der Bibel, standen damals ebenfalls auf dem Speiseplan – eine zusätzliche Eiweißquelle.

Insgesamt ist der Diätplan nach Jesus eine gesunde Mischkost mit vielen Vitaminen aus Obst und Gemüse und gesunden Fetten aus Pflanzenöl und Fisch, sowie fettarmes Eiweiß aus Hülsenfrüchten und Kleingetier.

Wie man mit der Jesus Diät abnimmt?

Nun man muss auch dazu sagen, dass in der Zeit, in der Jesus lebte das Fasten, sei es freiwillig oder unfreiwillig, bei den Menschen zum Alltag dazugehörte. Man bekam also auch mal mehrere Tage nur Brot und Wasser, hungerte nach schlechten Ernten oder verlor bei tagelangen Fußmärschen viel Energie. Essen gab es nicht im Überfluss und drei Mahlzeiten am Tag waren selten und meist nur den Wohlhabenden vorbehalten.

Dr. Colbert meint außerdem, dass sich die Menschen damals mehr Zeit zum Essen nahmen und gern in Gesellschaft miteinander teilten. Essen und die Nahrung galten außerdem als heiliges Gut, dem man Dankbarkeit zollte. Das sei, so Colbert, eine Esskultur gewesen, die Übergewicht oder Überessen gar nicht ermöglichte.

Anhand dieser Richtlinien zur Ernährung und Diät gibt es im Buch von Colbert wöchentliche Ernährungspläne und Rezepte zur Jesus-Diät. Begleitet werden die Ernährungs- und Diätempfehlungen natürlich immer mit spirituellem Hintergrund. Aussagen der Bibel und daraus entworfene Ernährungspläne findet der interessierte und gläubige Leser im Buch „What Would Jesus Eat? The Ultimate Program for Eating Well, Feeling Great, and Living Longe“.

Expertenfazit

Jesus Diät startenDie Jesus Diät ist, wenn man eine Diät überhaupt allein nach einer religiösen Figur benennen kann, keine Low Carb Diät, so viel ist klar. Es gab viel Brot, vor allem Weizenbrot. Die Ernährung zu dieser Zeit war aber außerdem spartanisch und geprägt von langen Hungerperioden.

Heuschrecken standen nicht etwa wegen ihres appetitlichen Aussehens auf dem Speiseplan, sondern weil es zeitweise eben mehr Heuschrecken als Getreide gab. Die Vegetation in Vorderasien war ansonsten vielfältig, teilweise mediterran, in vielen Gegenden aber auch karg. Allgemein waren Oliven, verschiedene Obstsorten, viel Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte populär.

Die Jesus Diät, oder besser die Ernährung zu Zeiten Jesu, war gesund und kann auch 2.000 Jahre nach seinem Tod weiterempfohlen werden. Lange Hungerperioden oder Fasten sollte allerdings vermieden werden. Es ist äußerst fraglich, ob man einen Diätplan in Form einer religiösen Figur vermarkten muss. Die Mittelmeer-Diät, auch Kreta-Diät genannt, entspricht einer ähnlichen Ernährungsweise, lässt den Glauben oder die Bibel jedoch außen vor.

Geschmacklos sagen die einen, eine Diät mit Sinn und Spiritualität die anderen. In den USA, in dem ein Großteil der christlichen Weltbevölkerung lebt, kam das Buch jedenfalls gut an.