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Johannisbeeren: Kalorienarm naschen

Johannisbeeren sind rot, klein und etwas sauer – zumindest sind das die Kindheitserinnerungen, die viele mit Johannisbeeren verbinden. Im Garten von Oma und Opa verführten sie die meisten von uns zu wilden Naschorgien, die zusammen mit Kirschen und Äpfeln oft zu einem ordentlichen Bauchweh führten.

Im Vergleich zu Erdbeeren oder Himbeeren führen sie in heimischen Gärten allerdings eher ein Schattendasein – zumindest auf der Hitliste von Kindern. Dabei gibt es ein paar Tricks, den sauren Geschmack von Johannisbeeren ein wenig abzuschwächen. Schon die Zugaben Milch und Zucker machen aus einer Handvoll Johannisbeeren ein erfrischendes Obstkompott.

Johannisbeeren: Vitamin C Bombe

Im Sommer ist ein solche Leckerei durch nichts zu überbieten. Was Johannisbeeren gerade im Rahmen einer gesunden Ernährung noch so interessant macht, ist ihr hoher Anteil an lebenswichtigen Vitaminen und Mineralien. Johannisbeeren sind wahre Multivitamin-Präparate. Besonders das Vitamin C fühlt sich in Johannisbeeren sehr wohl. Satte 32 mg Vitamin C enthalten 100 Gramm Johannisbeeren – damit liefern sie in etwa viermal so viel Vitamin C wie eine Zitrone.

Johannisbeeren in Schale

©iStock/ Standardlizenz.

Neben dem Vitamin C sind es noch die Vitamine A und E, die eine Johannisbeere in sich trägt. Aber auch in Sachen Mineralien können sich Johannisbeeren durchaus mit anderen Gartenfrüchten messen. So sind es besonders die Mineralien Kalium, Kalzium, Magnesium oder Eisen, welche die Johannisbeere für eine gesunde Ernährung so in den Fokus rücken.

Mit Johannisbeeren ernährt man sich aber nicht nur gesund, sondern auch sehr fettarm und kalorienarm – auf 100 Gramm fallen gerade mal 1,2 Gramm Fett und sie enthalten weniger als 50 Kalorien pro 100g. Zusammen mit der geringen Anzahl an Kohlenhydraten und einer Vielzahl an Ballaststoffen können Johannisbeeren auch hervorragend in eine Diät eingebaut werden. Ballaststoffe sind gleich auf mehreren Wegen bei einer Diät nützlich. Sie sorgen dafür, dass man schneller satt ist und regen zudem das Verdauungssystem an. Des Weiteren sind sie in der Lage, den Insulinspiegel zu neutralisieren. Dieser schlägt in Gegenwart der Ballaststoffe weniger stark aus, was insbesondere die Fettspeicherung hemmt.

Übrigens sind Johannisbeeren nicht zwingend rot – vielmehr gibt es sie noch in den Farben schwarz und weiß. Übrigens heißen Johannisbeeren Johannisbeeren, weil in der Regel am 24. Juni reif sind. Der 24. Juni wird auch als Johannitag bezeichnet. Die sauren Früchte haben von Juni bis September Hochsaison. Oft werden Johannisbeeren in Süßspeisen wie Marmeladen oder Desserts verarbeitet. Aber auch deftige und herzhafte Speisen werden mit Johannisbeeren garniert. So bekommen Saucen zu Wild und Geflügel ihre ganz eigene Note.