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Kalorienreiches Softeis

Gibt es ein Kind, das kein Softeis mag – womöglich nicht. Wie bei so vielen Errungenschaften der Menschheit, ranken sich auch um das Softeis wahre Mythen und Legenden. Bis heute gibt es verschiedene Geschichten, die den Ursprung von Softeis erzählen.

Da keine bisher bewiesen oder wiederlegt werden konnten, sind alle irgendwie ein wenig richtig und falsch zugleich. Eine nette Anekdote ist die des Lastwagenfahrers Carvel, der auf einem der endlosen Highways in den USA anno 1940 eine Panne hatte und auf die Kühlfunktion der Maschine verzichten musste. Das langsam schmelzende Eis entwickelte im Laufe der Stunden eine weiche Konsistenz, die seinem Geschmack aber keinen Abbruch tat.

Wie das Softeis entstand

Carvel machte aus der Not eine Tugend und verkaufte das Softeis am Straßenrand an vorbeifahrende Autos. Er erkannte das Potential und machte das Softeis danach zum Verkaufsschlager. Fakt ist: Ende des 20. Jahrhundert entwickelte sich Softeis in den USA zu einem echten Verkaufsschlager. Längst gab es Maschinen, die in der Lage waren Softeis herzustellen und zu konservieren.

Softeis mit Orange Geschmack

©iStock/arinahabich

 

Das Charakteristische am Softeis ist dessen einzigartige Konsistenz. Es sind weniger die Inhaltsstoffe die das Softeis zum Softeis machen, als vielmehr die Art der Herstellung. Zum einen wird Softeis unter milderen Temperaturen hergestellt als das gewöhnliche Speiseeis. Während Speiseeis bei 16 Grad unter Null produziert wird, sind für die Herstellung von Softeis nur sechs Grad minus notwendig. Damit das Eis nicht zur „Ruhe“ kommt, wird es im Inneren eines Gefrierzylinders permanent in Bewegung gehalten.

Am Ende wird das fertige Softeis mit Hilfe von Überdruck und der Zugabe von Luft aufgeschäumt. Das Ergebnis ist ein cremiges und milchiges Eis , das langsam und ähnlich wie mit einer Sahnespritze in die Waffel gefüllt wird. Softeis besteht grundsätzlich aus folgenden Inhaltsstoffen: Wasser, Milch, Trockenmasse und Luft.

Softeis hat im Gegensatz zu klassischem Speiseeis einen höheren Anteil an Fett– und Zuckerbestandteilen. Softeis ist also nicht gerade für eine Diät gemacht. Auf hundert Gramm Softeis kommen immerhin zwei bis fünf Gramm Fett, was sich nach der jeweiligen Eissorte richtet. Auch der Gehalt an Kohlenhydraten und damit Zucker schlägt ordentlich zu Buche – dieser beträgt satte 25 Prozent.

Und zu guter Letzt sind es 150 Kalorien, die sich in hundert Gramm Softeis tummeln. Zugegeben, ein echter Schlankmacher ist Softeis nicht gerade – aber sein Geschmack ist einzigartig. Denn hin und wieder braucht auch mal die strengste Diät eine Schlemmerpause!