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Kampf gegen das Essen

Sie sind der Feind einer jeden Diät: Schokolade, Chips und andere Kalorienbomben. Dabei muss man beim Abnehmen nicht gegen das Essen oder den Appetit kämpfen, sondern sich gezielt darauf vorbereiten.

Schokoladensucht-bekaempfen|istockphoto.com/OSTILL|www.istockphoto.com/file_closeup.php?id=5603963Die Tüte Chips ist nicht unser Feind und die Tafel Schokolade will uns auch nichts Böses. Wir allein bestimmen was wir essen, z. B. essen wir lieber den letzten Rest Pasta auf, weil wir denken es lohnt sich nicht es für morgen aufzuheben.

Dickmacher 1: Nichts liegen lassen können. 
Wir denken auch, dass Schoki zum Lieblingsfilm dazu gehört und trotzdem plagt uns stets das schlechte Gewissen nach einer „Schoko-Brad Pitt-Filmvorführung", denn wir sagten doch gestern Abend noch zu uns selbst "Nie wieder Schokolade".

Dickmacher 2: Kein Genuss, sondern Frust.
Wir hungern auch den ganzen Tag um unser Ziel abzunehmen erfolgreich zu erreichen und fallen am Abend willenlos über eine Tüte Chips her.

Dickmacher 3: Krampfhafter Verzicht schürt den Heißhunger.
Wollen wir abnehmen, machen wir einen möglichst großen Umweg um leckere Naschereien.

So lange, bis wir den Heißhunger darauf nicht mehr aushalten. Dann reicht auch kein Stück Schokolade. Nein, es muss dann gleich die ganze Tafel sein. 

Wir sollten deshalb versuchen, gar nicht erst gegen Appetit und Hunger zu kämpfen, sondern lernen damit zu leben und maßvoll nachzugeben. Hier ein paar Tipps, um die Essensschlacht zu beenden und endlich Frieden zu schließen:

Hungerkontrolle

Der Magen bekommt erst ca. 20 Minuten später mit, was der Mund schon alles herein gelassen hat. Deshalb gilt: Langsam essen. Und eben nicht schon nach 15 Minuten fertig sein. Denn dann ist man geneigt, noch zum unnötigen Nachschlag oder Nachtisch zu greifen. 

Vorsichtshalber eine kleine Portion auf einen Teller geben, langsam essen und gern auch zwischendrin etwas trinken. Nach jeden 3-4 Bissen innehalten und das Hungergefühl prüfen: Bin ich eigentlich schon satt?

Esse ich nur weil es noch vor mir steht, weil es schlicht noch da ist. Oder esse ich etwa, obwohl ich schon satt bin, weil es „zu wenig“  zum aufheben ist oder der Teller leer einfach "richtiger" aussieht?

Überschuss einfrieren

Eine Gefriertruhe ist auf lange Sicht sparsam – was Geld und Kalorien angeht. Man kann Lebensmittel im Sonderangebot gleich doppelt kaufen ohne diese aber doppelt zu essen. Übrig Gebliebenes kann lange aufbewahrt werden.

Erbsen-zaehlen-abnehmen|pixelio.de/cameraobscura|www.pixelio.de/details.php?image_id=379593Reste des Essens auf Keramiktellern, mit Küchenfolie überdeckt, einfrieren. Am besten nur kleine Portionen. In der Mikrowelle oder auf dem Herd ist das Tiefkühlessen im Nu aufgewärmt.

Auch Obst und Gemüse aus dem reichhaltigen Sommerangebot können eingefroren werden. Sie behalten so ihre Vitamine eine ganze Weile und man kann auch in den mageren Wintermonaten etwas Frisches essen.

Tausche gesund gegen fertig

Es gibt für fast jedes fertige Gericht eine gesunde oder gesündere Alternative. Auch bei schon scheinbar gesunden Lebensmitteln: So sollte man statt zum knackigem Eisbergsalat, öfters zu anderen Salatsorten greifen. Zum Beispiel zum zarten Spinat, Feldsalat oder Ruccola. Diese Sorten enthalten viel mehr Vitamine als der Standard-Eisberg.

Auch die Tüten-Suppe lässt sich durch selbst gemachte Variationen aus dem Vorratsschrank verbannen. Wer Angst hat zu viel Suppe oder Eintopf zu machen, sollte sich den letzten Tipp mit dem Gefrierfach noch einmal durchlesen. Man tut seiner Gesundheit damit was Gutes und entwöhnt sich von Fertiggerichten.

Gemüse als Hauptspeise, Genuss als Beilage

Wer sich Pasta und Steak als Beilage nimmt und den Großteil seiner Mahlzeit aus Gemüse zusammenstellt, wird schnell merken, dass es satt und fit macht. Mindestens 50% des Tellers mit Gemüse befüllen, so dass die Vitaminbomben jedes Mal den Hauptteil der Mahlzeit ausmachen. Gemüse ist auf einem schlanken Ernährungsplan nicht länger die Beilage! Dann kann man auch beruhigt ein Steak oder Pasta genießen.

Sinnlose Sünden verbannen

Sie machen nicht satt aber setzen an: flüssige Kalorien in Form von Latte Macchiato, Cola, Bier und Fruchtsaft. Durstlöscher sollten kalorienfrei sein, denn die dort gesparten Kalorien kann man sinnvoller nutzen. Zum Beispiel kann man für eine 0,5 Liter Flasche Cola (ca. 210 kcal) ca. 5 Stück Schokolade, 8 ½ Butterkekse oder ein 150 Gramm Holzfäller-Steak essen. Wenn man also vorhat ein paar Kilo zu verlieren, sollte man dort als erstes mit Sparen beginnen.

Mit diesen Tipps lassen sich kleine Sünden in den Alltag integrieren (Gemüse als Hauptspeise) oder gleich verbannen (Reste ins Gefrierfach). Es gibt noch mehr Dinge die den Alltag kalorienfreier machen, ohne dass sie uns der kleinen Genüsse berauben.

Wer seinem Bauchgefühl vertraut, wird sie nicht einmal brauchen. Denn nur wer lernt seinem Appetit nachzugeben, aber nicht bedingungslos hinzugeben, wird ohne schlechtes Gewissen auch mal das eine oder andere Stück Schokolade genießen dürfen – oder es eben bewusst liegen lassen können.