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Kompressionsstrumpfhosen für bessere Durchblutung

Kompressionsstrumpfhosen sind in erster Linie medizinische Hilfsmittel, das die Durchblutung steigern soll. Dabei wirken Kompressionsstrümpfe und Kompressionsstrumpfhosen nach einem einfachen physikalischen Prinzip. Sie üben durch ihre elastische Struktur einen erhöhten Druck von außen auf das Gewebe aus, der das Venen- und Lymphsystem der Beine entlastet und dadurch die Durchblutung steigert.

Kompressionsstrumpfhosen sind anatomisch gearbeitet und erzeugen einen gleichmäßigen Druck – der allerdings nach unten zunimmt. Der Grund: Die Schwerkraft beim Menschen wächst von oben nach unten an. Das oftmals beeinträchtigte Gewebe löst weiter unten einen größeren Druck aus, als oben.

Dieses Ungleichgewicht müssen Kompressionsstrumpfhosen angemessen ausgleichen. Paradoxerweise wirken Kompressionsstrümpfe besser, wenn sich die jeweilige Person entsprechend bewegt.

Bei immobilen Menschen können die Strümpfe nur bedingt helfen. Kompressionsstrümpfe gibt es in den unterschiedlichsten Härtegraden. Die Klassen I-IV richten sich nach dem Krankheitsgrad des Menschen.

Wem nützen Kompressionsstrumpfhosen und Kompressionsstrümpfe?

Unter anderem werden sie im Rahmen einer Kompressionstherapie eingesetzt. Krampfadern, Beinvenenthrombosen oder Lymphödeme gehören zu den Krankheitsbildern, die eine therapeutische Kompression erfordern. Kompressionsstrumpfhosen werden aber auch als Prophylaxe eingesetzt.

Zum Beispiel finden sie Verwendung bei längeren Flugreisen, um die Durchblutung zu fördern und vor allem eine unnatürliche Wasseransammlung in den Venen zu verhindern. Auch in manchen Berufen finden sie Anwendung. Besonders betroffen sind Berufsgruppen, die längere Zeit sitzen oder auch stehen. Ein weiteres Anwendungsgebiet ergibt sich im Rahmen von Operationen. Da Patienten nach größeren Operationen oft an das Bett gefesselt sind, sind sie besonders anfällig für Thrombosen. Um die Durchblutung zu fördern, müssen Patienten meist Blut verdünnende Medikamente zu sich nehmen und Kompressionsstrumpfhosen tragen.

Längst haben die positiven Wirkungen von Kompressionsstrümpfen auch andere Bereiche erreicht. Im Leistungssport, gerade bei laufintensiven Sportarten, sind sie für viele Sportler wichtiger Ausrüstungsgegenstand geworden. Die bessere Durchblutung bringt mehrere leistungsfördernde Effekte mit sich. Eine erhöhte Sauerstoffzufuhr sorgt für mehr Leistungsfähigkeit während des Wettkampfes und unterstützt den Wiederherstellungsprozess der umliegenden Muskeln. Um einen gleichmäßig starken Druck auf das Muskelgewebe auszuüben, bedürfen Kompressionsstrumpfhosen einer besonderen Fertigungstechnik. Ein Kompressionsstrumpf besteht aus so genannten Zweizugmaterial, das sowohl eine Längs- als auch eine Querdehnung hervorruft.

Früher wurden Kompressionsstrümpfe aus Baumwolle hergestellt. Neuere Modelle entspringen synthetischen Fasern und sind deutlich widerstandsfähiger und robuster. Da die Form des Beines von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist, macht es Sinn, die Strümpfe einer Maßanfertigung zu unterziehen.

Kompressionsstrümpfe für eine bessere Durchblutung gibt es in den verschiedensten Ausführungen – sogar bei Händen und Armen kommen die Art von Strümpfen zum Einsatz.