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Kräuter der Saison: Pflücken und Genießen

Im Frühjahr sprießen sie überall: Bärlauch, Schnittlauch, Kresse und viele andere Wildkräuter. Sie verfeinern jedes Essen und sind noch dazu überall in deutschen Wäldern kostenlos erhältlich.


Im Sommer wird es bunt, denn jetzt kommen vor allem die farbigen Blüten und Kräuter zum Vorschein. Auch mit ihnen kann man prima kochen und würzen. Wir stellen euch vier typische Sommergewächse für die Küche vor, frisch aus dem neu erschienen Naturführer von Elisabeth Mayer „Noch mehr Wildfrüchte, -gemüse, -kräuter“:

 

1) Vogelknötterich

vogelknoetterich|wikipedia.de|commons.wikimedia.org/wiki/File:Polygonum_aviculare_flower_kz.jpg
Der Vogelknötterich wächst sowohl auf dem Acker, als auch zwischen Schotter- und Gehwegen in der Stadt. Er kann groß und kräftig werden, wenn er viel Licht bekommt, aber auch klein und krautig, wenn es dunkler um ihn herum ist.

Vogelknötterich enthält Kieselsäure und Flavonoide. Kieselerde ist dafür bekannt, das Bindegewebe (ein schwaches Bindegewebe ist mit verantwortlich für Cellulite) zu stärken. Flavonoide sind sekundäre Pflanzenstoffe, die freie Radikale im Körper hemmen und so dem Alterungsprozess der Zellen entgegen wirken.

Der Vogelknötterich ist geschmacklich zwar nicht so ein großes Erlebnis wie andere Kräuter, doch peppt sein „Kaugefühl“ viele Salate und Gemüsegerichte auf.

Man kann den Vogelknötterich zum Beispiel in einem Salat, einem Pesto, in Omelette, Gnocchi und Grießknödeln verarbeiten.

 

2) Beifuß

Beifuss|wikipedia|de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:ArtemisiaVulgaris.jpg&filetimestamp=20070727121808
Dieses Kraut beschert viele Schnupfnasen, ist dabei aber so gesund und aromatisch. Der Beifuß wird sehr groß und überragt binnen kurzer Wachstumsphase einen Erwachsenen. Im August entfalten die Blüten des Beifuß einen starken Duft. Der Beifuß wächst an Wegrändern, an Seen oder Schutthalden, Bahnübergängen oder Straßen.

Man sollte im Sommer nur noch die zarten Triebblätter sammeln. Man erkennt die Genießbarkeit daran, dass die Blättchen sich noch leicht mit den Fingern brechen lassen. Die Sträucher können aber auch getrocknet und für den Winter aufbewahrt werden. Getrocknet ist das Aroma natürlich etwas schwächer.

In Japan kocht man die Triebe und isst sie zusammen mit geröstetem Sesam und Sojasauce als Suppe. Im Blattgemüse oder in Gemüsepfannen macht der Beifuß aber immer eine gute Figur.

Auch in Teiggerichten wie Crepes oder Pfannkuchen schmeckt dieses Kraut. Saucen und Wildgerichte lassen sich damit ebenfalls geschmacklich verfeinern.

 

3) Feldthymian

Feldthymian|wikipedia.de|commons.wikimedia.org/wiki/File:Thymus_serpyllum_var_albus1.jpg
Der Feldthymian ist ein aromatischer Wildthymian und wächst an trockenen und sonnigen Stellen, zum Beispiel am Wegesrand oder auf leicht steinigem Untergrund.

Feldthymian fällt besonders zur Blütezeit auf. Er ist aber das ganze Jahr über in der Natur zu finden.

Auch hier verwendet man die obersten Sprossenspitzen und jungen Triebe und schneidet sie am besten mit einer Schere ab. Die Blättchen kann man mit dem Finger vom Stängel abziehen.

Der Feldthymian ist reich an ätherischen Ölen, ist aber meist besser verträglich als der kultivierte Thymian. Man kann aus dem Feldthymian Tee kochen, kann aber auch Kräuterbutter oder Kräuterquark damit verfeinern.

Thymian passt besonders gut zu warmen Fisch, Fleisch- und Gemüsegerichten. Er sollte aber erst zum Schluss hinzubegeben werden, denn die ätherischen Öle verflüchtigen sich bei Hitze sehr schnell.

 

4) Wiesenklee

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Den Wiesenklee erkennt fast jeder an seinen violetten Blüten. Er wächst auf vielen Wiesen. Ernten sollte man die zarten Blüten, indem man sie einfach mit den Fingern abzwickt.

Der Wiesenklee hat eine lange Heilmitteltradition. Er wird bei vielen Entzündungsarten eingesetzt, zum Beispiel als Teeaufguss bei Halsweh oder Darmbeschwerden. Die Kleeblüten enthalten reichlich Isoflavone, ebenfalls sekundäre Pflanzenstoffe, die freie Radikale hemmen.

Die Blüten und Blätter des Wiesenklees können in grünen Salaten ein Hingucker sein. Die zarten Blüten lassen sich aber auch mit Honig, Quark und Butter zu einem aromatischen Brot-Aufstrich verwandeln und sind traditionell auch im Brotteig eine gute Zutat.

Diese und viele weitere Kräuterideen stammen aus dem Buch „Noch mehr Wildfrüchte, -gemüse, -kräuter“ von Elisabeth Mayer, erschienen im Leopold Stocker Verlag. Der Naturführer ist für 14,95 Euro bei amazon.de erhältlich.