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Kuchen trotz Diät

Die Worte Kuchen und Diät scheinen auf den ersten Blick genauso viel gemeinsam zu haben wie Tag und Nacht oder schwarz und weiß. Allerdings nur auf den ersten Blick. Klassische Diäten duldeten keine süßen Schwächen wie Kuchen. Wer während einer Diät der Sucht nach Süßem nicht wiederstehen konnte, hat keine Aussicht auf Erfolg.

Ein Stück Kuchen konnte eine ganz Diät zum einstürzen bringen. Modernere Ansätze sind in dieser Hinsicht deutlich toleranter – einige rufen sogar dazu auf, diese Schlemmer-Fallen bewusst in den Ernährungsplan zu integrieren.

Wie kommt dieser Sinneswandel? Bevor wir in grenzenlose Euphorie ausbrechen, nein Süßigkeiten haben keine Inhaltsstoffe, die die Fettverbrennung ankurbeln. Dieser Bewußtseinswandel ist weniger physiologischer Art. Der Grund für dieses Umdenken bei der Rolle von Süßigkeiten im Rahmen einer Diät ist rein psychologischer Natur.

Kuchen während der Diät sollte erlaubt sein

Man hatte durch Untersuchungen herausgefunden, dass die Abbruchrate einer Diät deutlich sinkt, wenn diejenige Person ab und zu bewusst Süßes konsumiert. Das Stück Kuchen oder Schokolade wurde beispielsweise am Ende einer harten Woche als eine Art Belohnung serviert. Durch diese kleinen Etappenziele konnte die Motivation aufrecht erhalten werden. Und selbst die durch den Kuchen ausgelöste Achterbahnfahrt des Blutzuckerspiegels gehört bei manchen Diäten zum Programm.

Durch die kurzzeitige Spitze soll der Blutzuckerspiegel trainiert werden, was auf Dauer stabilisierend wirkt. Und um den ganzen noch die Krone aufzusetzen: Es gibt sogar eine Kuchendiät. Wie schön kann Abnehmen sein. Man fühlt sich ins Schlaraffenland versetzt – mit dem einzigen Unterschied, dass bei dieser Diät alle schlank werden. Klingt eigentlich nach einem Märchen.

Allerdings steckt hinter der Kuchendiät kein hemmungsloses Schlemmer-Inferno, sondern kontrollierte Zurückhaltung. Ja, es gibt jeden Tag ein Stück vom Lieblingskuchen. Der Rest des Tages wird aber mit einer streng kalorienreduzierten Diät versüßt. Die tägliche Kalorienmenge darf nicht höher als 1500 Kalorien betragen – das Stück Kuchen ist hier allerdings schon mit inbegriffen.

Natürlich ist klar, das Stück Kuchen übernimmt hier eher die Rolle des Motivators – ein Zubrot gewissermaßen. Und lässt so die eigentliche Diät weniger hart erscheinen. Die Gefahr des Diät-Frustes kann hier größtenteils gebannt werden. Und noch einen Einwurf zum Schluss: Kuchen ist nicht gleich Kuchen. Es gibt durchaus kalorienarme Kreationen.

Als Faustregel gilt: Früchtekuchen hat in der Regel weniger Kalorien als Kuchenstücken aus Sahne und Creme. Zum wahren Kalorien-Verbrenner wird ein Stück Kuchen, wenn sie es im Zuge seiner Zubereitung mit einem kräftigen Schuss Bewegung garnieren. Na dann, Guten Appetit.