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Laktoseintoleranz

Laktoseintoleranz ist eine Milchzuckerunverträglichkeit. Bestimmte Bestandteile in der Milch werden vom Körper nicht ausreichend genug verdaut und können so nicht vom Blut aufgenommen werden.

Laktoseintolleranz-Milchprodukte|istockphoto.com/velkol|www.istockphoto.com/file_closeup.php?id=4125954Es sollte vorausgeschickt werden, dass es sich bei einer Laktoseintoleranz nicht um eine Form der Allergie handelt. Das Immunsystem ist bei der Laktoseintoleranz nicht beteiligt. Zu Komplikationen kommt es in erster Linie, weil dem Körper etwas fehlt, nämlich ein bestimmtes Enzym.

Das Enzym Laktase ist dafür verantwortlich, Milchzucker wieder in seine Einzelbestandteile Glucose und Galaktose zu spalten. Passiert das nicht, gelangt der Milchzucker in die unteren Darmabschnitte. Hier dient er vielen Bakterien als vorzügliche Nahrungsquelle.

Bei den nun stattfindenden biologischen und chemischen Prozessen entstehen größere Mengen an Gasen und Säuren, die Blähungen und Wassereinströmungen zur Folge haben. Wer eine Laktoseintoleranz hat, weiß welche Kämpfe nun im Darm stattfinden. Bauschmerzen, Durchfall, Blähungen und Übelkeit legen davon ein ungewolltes Zeugnis ab.

Das Gesicht der Laktoseintoleranz ist sehr vielseitig. Es gibt Menschen, die besitzen nur eine leichte Milchzuckerunverträglichkeit. Bei ihnen sind die unangenehmen Symptome auch sehr schwach ausgeprägt.

Ab wann hat man überhaupt eine Laktoseintoleranz? Es gibt zwei medizinische Messverfahren, die eine Laktoseintoleranz zweifelsfrei diagnostizieren. Ausgangspunkt ist der orale Milchzuckerbelastungstest. Dabei muss der Proband 50 Gramm Milchzucker über den Mund einnehmen. Steigt der Wasserstoffgehalt der ausgeatmeten Luft über die Grenze von 20ppm, ist eine Laktoseintoleranz sehr wahrscheinlich.

Eine Alternative ist die Überprüfung des Blutzuckerspiegels. Steigt dieser nach der Einnahme des Milchzuckers nicht über den Wert von 20mg/dl, gilt die Diagnose als relativ sicher. Die Erklärung ist einfach: Dadurch dass der Milchzucker vor allem nicht in Glukose resorbiert werden kann, steigt der Zuckerspiegel im Blut weniger stark an.

Bei der späteren Verstoffwechselung des Milchzuckers durch die Bakterien wird als Nebenprodukt verstärkt Wasserstoff produziert, der dann in der Atemluft nachzuweisen ist. Wie kann man Laktoseintoleranz behandeln? Die wirksamste Methode ist relativ einfach: Die Reduzierung beziehungsweise der Verzicht von Milchprodukten. Allerdings ist das leichter gesagt als getan. Lebensmittel aus Milchprodukten sind nämlich ein hervorragender Kalzium-Lieferant.

Bei einer Unterversorgung des wichtigen Mineralstoffes kann es unter Umständen zu einer Osteoporose kommen. Deshalb werden bei einer Laktoseintoleranz alternative Nahrungsmittel empfohlen, die in der Lage sind, den Calcium- und Einweißmangel von Milchprodukten auszugleichen. Obst, Gemüse, Fleisch und Hülsenfrüchte können diese Lücke adäquat schließen.

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