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Löwenzahn: Gesundes Lebensmittel

Die mesiten kennen sie aus ihren Kindheitstagen: Die Fernsendung Löwenzahn. Wie hieß der Typ gleich nochmal, ach ja Peter Lustig. Der nette graumelierte Onkel von nebenan, der in einem Bauwagen wohnte und uns die Welt so schön plastisch erklärte.


Im Vorspann der Fernsehsendung Löwenzahn wuchs immer Selbiger sinnbildlich aus der Straße heraus. Er sprengte die schwere Asphaltdecke mit seiner ihm von der Natur verliehenen Kraft. Mann muss Löwenzahn stark sein, dachte man damals so bei sich. Und noch eine Kindheitserinnerung verbindet uns alle mit dem Löwenzahn: Die Pusteblume.

Unzählige Stunden verbrachten wir damals auf diesen Wiesen, um die weißen Minifallschirme in den Wind zu blasen. Primäres Ziel war es, keine Pusteblume einfach so unberührt stehen zu lassen – diesen Vorhaben ließ einen schnell mal die Zeit vergessen. Normalerweise übernimmt das die Mutter Natur. Sie trägt die Flugschirme mit Hilfe des Windes zu fruchtbaren Böden.

Was wir damals als Kinder nicht wussten oder uns wahrscheinlich auch relativ egal war, Pusteblumen sind nichts anderes als verblühter Löwenzahn. Das weiße Kleid der Pusteblume ist nichts andere als die Früchte des Löwenzahns. Der gelbe Löwenzahn ist eine nützliche Nahrungsquelle für Bienen. Ganze Bienenvölker belagern im Frühjahr das Meer aus gelben Blumen.

Eine interessante Zahl: Für ein Kilo Bienenhonig muss eine Bienenvolk über 100.000 Löwenzahnblüten besuchen. Aber Löwenzahn dient nicht nur Tieren als Nahrung, auch Menschen nutzen die gelben Blumen als Nahrung- und Genussmittel. So kann aus den Blüten Gelee oder Sirup hergestellt werden – beide ergeben einen vorzüglichen Brotaufstrich, der Honig sehr ähnlich ist.

Gesunder Löwenzahn

Aus den grünen Blättern vom Löwenzahn können zum Beispiel leckere Salat Variationen kreiert werden. Garniert mit Zitronensaft und Rahmsauce in Speck gelten diese als echte Delikatesse und Geheimtipp. Selbst die Wurzeln sind nutzbar. In den Hungerzeiten der Nachkriegszeiten stellt man aus ihnen eine Art Ersatz-Kaffee her. Sogar in der Medizin findet die Allround-Pflanze Einsatz, besser gesagt in der Volksheilkunde.

Ihre im hohen Maße enthaltenen Bitterstoffe kurbeln die Arbeit der Verdauungsorgane an, indem sie die Sekretdrüsen stimulieren. Auch eine harntreibende Wirkung konnte im Zusammenhang mit dem Verzehr der gelben Pflanze beobachtet werden. Im Mittelalter wurde der Löwenzahn sogar als Abführmittel eingesetzt.

Verdauungsbeschwerden wie Blähungen oder Völlegefühle können ebenfalls mit der Pflanze behandelt werden. Übrigens der Abschiedsspruch von Peter Lustig in der Kinderserie Löwenzahn war immer: „Ja und ihr, ihr könnt jetzt, …genau…, abschalten“. In diesem Sinne.