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Low Carb Diät und Verdauung

Eine allzu einseitige Ernährung ist nie zu empfehlen. Denn die unangenehmen Nebeneffekte einer einseitigen Diät, wie beispielsweise der strengen Low Carb Atkins Diät sind bekannt, nachgewiesen und ausführlich in der Fachliteratur beschrieben. Da Ballaststoffe in der Atkins Diät vollkommen fehlen, kommt es bei vielen Menschen während der Diät zu Verdauungsproblemen. In einzelnen Fällen wird von Durchfällen berichtet, in der Regel klagen Menschen während der Atkins-Diät aber über Verstopfungen.

Das klingt nach einer Banalität, ist es aber nicht. Zunächst kann die dauerhaft schlechte Verdauung zu Hämorrhoiden führen, schmerzhaft erweiterten und entzündlichen Adern am Darmausgang. Solche unschönen Beschwerden sind ein Tabuthema. Doch auch wenn niemand gern darüber spricht: Sie drücken die Lebensqualität empfindlich.

Über Verdauungsprobleme spricht man nicht.

Für alle verdauungsbedingten Probleme gilt: Der Körper gewöhnt sich nicht mit der Zeit an die Nahrungsumstellung, und je länger die ernährungsbedingten Darmprobleme bestehen, desto gefährlicher werden die Folgen. Gerade wenn Ballaststoffe und gesunde sekundäre Pflanzenstoffe im Nahrungsbrei fehlen, ist die Konzentration an schädlichen Ausscheidungsprodukten im Kot besonders hoch. Je länger das Stoffgemisch in Kontakt mit der Darmschleimhaut steht, desto höher ist das Risiko für Darmkrebs.

Kürbissuppe mit Knoblauch

©iStock/yulkapopkova

 

Darmkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste tödliche Krebserkrankung. Jedes Jahr erkranken hierzulande 35 von 100.000 Menschen, mehr als 25 sterben daran. Die Zahlen zeigen auch, dass Darmkrebs eine Wohlstandskrankheit ist: in Senegal gibt es keine zwei Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner. Die erhöhte Wahrscheinlichkeit für solche tödlichen Folgen bleibt zunächst abstrakt.

Üble Gerüche, die mit den Verdauungsbeschwerden einhergehen, sind oft abschreckender. Auch leiden Atkins-Diäter häufig unter Mundgeruch. Die unangenehmen Ausdünstungen – medizinisch als Halitose bezeichnet – haben nichts mit schlechter Mundhygiene zu tun und sind auch mit Mundwasser und Pfefferminzbonbons nur schwer zu kaschieren. Tatsächlich entledigt sich der Körper der bei der Atkins Diät anfallenden Ketonkörper über die Mundschleimhaut. Stoffe wie das scharf riechende Aceton werden „abgeatmet“.

Wer also dem ketogenen Ernährungsplan folgt, wird zwangsläufig schlecht aus dem Mund riechen. Die Ketonkörper, die nicht aus dem Mund entweichen, kreisen im Blut, bis sie über die Nieren entsorgt werden. Einige Autoren weisen darauf hin, dass ketogene Diäten die Harnstoffmengen im Blut erhöhen. Wird Harnstoff in Geweben und Gelenken abgelagert, können die Kristalle zu einer schmerzhaften Entzündung der Gelenke – einem akuten Gichtanfall – führen.

Aus genannten Gründen sollte von einer strengen Low Carb Diät, bei der Diät Menge an erlaubten Kohlenhydraten sehr stark beschränkt ist, abgesehen werden. Moderate Low Carb Diäten, wie beispielsweise die LOGI Diät, die Greek Doctor’s Diet oder die Zone-Diät von Dr. Sears, können dagegen beim gesunden Abnehmen helfen.