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Low Carb mit der Atkins Diät

Der New Yorker Kardiologe Robert C. Atkins brachte es mit seinem populären Taschenbuch zu weltweiter Bekanntheit. Seine „Diät-Revolution“ ist mittlerweile mehr als dreißig Jahre alt, längst steigt eine neue Generation zerknirscht von der Waage, neue Diätmoden kamen und gingen, und auch Atkins’ Konzept ist längst von zahlreichen anderen Low Carb Diät Erfindern kopiert und verbessert worden. 


Doch immer noch steht der Name Atkins für eine sagenhafte und Erfolg versprechende Diät. Dabei hat auch Atkins selbst nur eine alte und bis dato wenig erfolgreiche Idee aufgegriffen. Sie besagt, dass wir nicht etwa zu dick sind, weil wir zu viel essen, sondern, weil wir das angeblich Falsche essen. Übergewichtig wird man ihm zufolge nicht, weil man mehr Energie aufnimmt als man verbrennt.

Erbsen-zaehlen-abnehmen|pixelio.de/cameraobscura|www.pixelio.de/details.php?image_id=379593Das heißt im Umkehrschluss: Gewicht verliert man angeblich nicht, weil man weniger Kalorien zu sich nimmt, als man verbraucht, sondern Art und Zusammensetzung der Nahrung entscheiden über das Gewicht. Schuld am Wohlstandsübel „Wampe“ sind – so die Theorie – Kohlenhydrate. Wer auf diese Nahrungsbausteine verzichtet, setzt kein Fett an, selbst wenn er große Mengen davon verzehrt.

Klingt das nicht wunderbar: Iss mehr, um weniger zu wiegen, mehr Steaks mit reichlich Kräuterbutter, Rührei mit Speck und saftige Lammcarrees, die Salami dick, Schinken pur und ordentlich Sahnesoße über Fisch und Hühnchen – alles für die schlanke Linie. Erbsenzählen als Preis der Freiheit.

Das Ursprungskonzept der Diät-Revolution ist einfach: Alles ist erlaubt außer Kohlenhydraten, nur ein paar Blätter Eisbergsalat sind genehmigt, denn die schmecken nicht nur nach nichts, sie enthalten neben keinen Kohlenhydraten auch keine nennenswerten Vitamine und Mineralien.

Um den Erfolg zu garantieren, sollten die Diätteilnehmer täglich auf ein Teststäbchen urinieren, das Ketonkörper anzeigt. Per Farbänderung konnte man so kontrollieren, dass der Körper auf Hungerstoffwechsel lief und Fett verbrannt wurde.

Die Neuauflage des Atkins-Konzepts enthält einen Vier-Stufen-Plan, der auch im neuesten Atkins-Buch „Atkins for Life“ aufgegriffen wird.

Phase 1 ist die „Einleitungsdiät.“ Zwei Wochen lang isst man maximal 20 Gramm Kohlenhydrate am Tag, dazu alles andere so viel man will. Wie viel 20 Gramm Kohlenhydrate sind, das muss man sich freilich selbst ausrechnen und hantiert mit Kohlenhydrattabellen, Taschenrechner und einer feinen Waage. Immerhin sind 100 Gramm fader Eisbergsalat erlaubt oder 70 Gramm Salat und eine Tasse kohlenhydratarmes Gemüse.

Phase 2
nennt sich die „grundlegende Reduktionsdiät.“ Sie dauert so lange, bis man sich bis auf zwei bis fünf Kilogramm an das Wunschgewicht angenähert hat. Jede Woche wird die erlaubte Kohlenhydratmenge um 5 Gramm erhöht. Jetzt sind Käse und Beeren erlaubt. Die Kohlenhydratmenge wird so lange gesteigert, bis das Gewicht stagniert. Dann heißt es zurückschalten: Mit fünf Gramm Kohlenhydraten weniger soll weiter abgenommen werden.

Phase 3 ist die „Vor-Erhaltungsdiät”. Jetzt darf man zehn Gramm Kohlenhydrate mehr essen und sich sogar zweimal die Woche 30 Gramm eines kohlenhydratreichen Lebensmittels genehmigen, eine halbe Kartoffel etwa. Aber auch die ist nur dann erlaubt, wenn weiter abgenommen wird. Sonst heißt es wieder zurück auf „Los“ und Kohlenhydrate reduzieren.

Phase 4 ist erreicht, wenn der Zeiger der Waage auf dem Zielgewicht ruht. Essen, was man mag, ist immer noch verboten und bleibt es für den Rest des Lebens, der nämlich komplett unter Phase 4 fällt. Man darf die Kohlenhydrataufnahme so weit steigern, dass man zwar nicht mehr abnimmt, aber auch nicht wieder zunimmt. Die Menge, die man essen kann, ohne dass sich das Gewicht verändert, ist das persönliche ACE, das Atkins Carbohydrate Equilibrium. Kurzum: Esst unbeschwert fette Schnitzel, aber hütet euch vor der Graubrotscheibe, lebenslang.

Hier lest ihr eine detaillierte Bewertung zur Atkins Diät.