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Magenverkleinerung gegen Übergewicht

Wenn keine Diät mehr hilft, greifen manche zum letzten Strohhalm, einer Magenverkleinerung. Dabei stehen optische Befindlichkeiten meistens im Hintergrund. Denn eine Magenverkleinerung hilft nicht nur, das Übergewicht zu bekämpfen, sondern auch Leben zu retten.


Über eine Million Menschen leben in Deutschland, die an krankhaften Übergewicht leiden, der so genannten Fettleibigkeit oder im Fachjargon Adipositas. Die Ursachen für Übergewicht können unterschiedlich sein.

Nicht immer ist es ein gestörtes Essverhalten oder Bewegungsmangel, der den Teufelskreis Übergewicht herauf beschwört – auch Stoffwechselerkrankungen oder Lebensmittelunverträglichkeiten können die Ursache sein. Ob ein Übergewicht nur mit dem kleinen Bäuchlein zusammen hängt oder schon als Krankheit eingestuft wird, ist von Fall zu Fall zu unterschieden.

Als Bemessungsgröße hat sich der Body Mass Index (BMI) bewährt. Der BMI gibt das Verhältnis von Körpergröße und Körpergewicht eines Menschen an. Bei einem Wert über 30 raten Experten, einen Arzt aufzusuchen. Bevor man zur Magenverkleinerung greift, gibt es verschiedene Möglichkeiten, der Fettleibigkeit im wahrsten Sinne des Wortes auf den Leib zu rücken.

Die Marschroute klingt erst einmal einfach: Grundlegende Umstellung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Oder noch einfacher ausgedrückt: bewusster Essen, mehr Bewegung. Allerdings ist das ein schwerer und entbehrungsreicher Weg. Am Ende steht nicht nur ein leichteres Leben, sondern eine gehörige Portion Gesundheit. Denn jede Stunde, die man ohne Übergewicht verbringt, schlägt sich positiv auf unserer Lebenszeituhr zu Buche.

Denn das Gewicht an sich, ist das kleinere Übel. Die Gefahr, die von krankhaftem Übergewicht ausgeht, liegt in den Folgekrankheiten. Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Diabetes und Arteriosklerose – die Liste der Volkskrankheiten, die auf das Konto von Fettleibigkeit gehen, ist groß und wiegt besonders schwer.

Wenn auch eine komplette Lebenswandlung nicht mehr hilft, dann gibt es oft nur noch den Weg der Magenverkleinerung. Bei einer Magenverkleinerung werden die gewölbten Teile des Magens entfernt – besonders die Bereiche, wo das Hungerhormon produziert wird.

Der restliche Magen hat die Form eines Schlauches. Der Vorteil: Der Magen sendet in Zukunft keine Hungersignale mehr an das Gehirn. Der Patient kann nach der Magenverkleinerung so von einem geringeren Nahrungsvolumen profitieren.

Auch Reduktions-Diäten sind dann ohne weiteres möglich, da der Körper nicht mehr von Heißhungerattacken überfallen wird. Nur ein Facharzt kann nach umfangreichen klinischen Untersuchungen das grüne Signal für eine Magenverkleinerung geben.

Die heutigen Operationen im Rahmen einer Magenverkleinerung werden unter Vollnarkose und laparoskopisch durchgeführt. Die chirurgischen Instrumente werden dabei zusammen mit einer Kamera über einen nur 1 bis 2 Zentimeter großen Einschnitt über die Bauchwand eingeführt. Trotz aller Technologien bleibt eine Magenverkleinerung ein chirurgischer Eingriff, der ein Risiko für den Patienten darstellt.

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