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Makrobiotik Ernährung

Makrobiotik leitet sich von dem Begriff Makro ab, der für die Bedeutung groß oder das Ganze betreffend steht. Makrobiotik ist eine Form der Ernährung und Lebensweise, die ein gesundes und langes Leben zum Ziel hat. Die Makrobiotik erlebte zwei Hochzeiten, in der Antike und zum Ende des 19. Jahrhunderts in Japan.

getreide-vollkorn|fotolia.com/dinostock|de.fotolia.com/id/9006330Die erste Strömung hatte ihren Ursprung bereits in der Antike. Schon Aristoteles fasste einen bestimmten Lebensstil und einfache Art der Ernährung zu dem Wort Makrobiotik zusammen. Die Makrobiotik bezog sich nicht nur auf eine spezielle Form der Ernährung, sondern beschrieb eine ganze Lebensphilosophie – Makrobiotik wurde auch als Kunst bezeichnet, das menschliche Leben zu verlängern.

 

Makrobiotik: Einflüsse aus Antike und japanischer Heilkunst

Die zweite Welle der Makrobiotik wurde durch den japanischen Militärarzt Sagen Ishizuka begründet. Sein Ziel war es, die fernöstliche Grundtheorie mit westlichen Erkenntnissen zu verknüpfen und als einheitliches Heilkonzept zu deklarieren. Fünf Kernaussagen stützen die Theorie der Makrobiotik nach Sagen Ishizuka.

1. Glück und Gesundheit sind direkt von der Art und Weise unserer Ernährung abhängig.

2. Die Nährstoffe Kalium und Natrium bilden die zentralen Nährstoffe im Rahmen einer Ernährung. Stehen beide Größe im Gleichgewicht, spricht man von einer optimalen makrobiotischen Ernährung.

3. Bei den Grundnahrungsmitteln sind Vollkornprodukte das Nonplusultra. Dafür kommen alle Getreidesorten infrage, die aus dem vollem Korn verarbeitet werden.

4. Alle Nahrungsmittel müssen natürlichen Ursprungs sein und ohne künstliche und chemische Zusätze auskommen. Letzter Punkt betrifft die Reife- und Erntezeit der Nahrungsmittel. Bei den Lebensmitteln muss es sich um rein saisonale und regionale Produkte handeln.

Die Makrobiotik in ihrer ursprünglichen Form gilt heute in Sachen Ernährung überholt. Viele Behauptungen und Grundsätze entbehren jeglicher wissenschaftlicher Erkenntnisse. Trotzdem hält die Makrobiotik durchaus eine Reihe von positiven Ansichten bereit. So ist die Besinnung auf saisonale und regionale Nahrungsmittel sehr zu begrüßen – eine Marschrichtung, die gerade aktuell voll im Trend liegt.

Auch die Konzentration auf Vollkornprodukte ist ernährungsphysiologisch eine gute Entscheidung. Denn Produkte aus vollem Korn bringen gerade die wichtigen Inhaltsstoffe der Schale mit ein. In der Schale des Korn stecken wichtige Nährstoffe, Vitamine und Mineralien.

Besonders beim Abnehmen sind Vollkornprodukte sehr begehrt, weil sie eine Vielzahl von Ballaststoffen beinhalten. Ballaststoffe haben die positive Eigenschaft im Magen aufzuquellen und so ein länger andauerndes Sättigungsgefühl hervorzurufen. Gerade die ursprüngliche Form der Makrobiotik birgt gesundheitliche Risiken in sich. Die Deutsche Gesellschaft rät strikt von dieser Form der Ernährung ab, weil sie bei längerer Anwendung akute und gesundheitsgefährdende Mangelerscheinungen verursachen kann.