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Meerrettich: scharfer Bakterienkiller

Warum heißt der Meerrettich eigentlich Meerrettich? Das Wort Meerrettich stammt aus dem althochdeutschen Sprachgebrauch und bedeutet: „Der vom Meer kommende Rettich“. Das kommt nicht von ungefähr, denn der Meerrettich benötigt feuchte Böden zum Wachsen und Gedeihen. An Meeresküsten fand er ursprünglich ideale Bedingungen vor.

Auch heute wird Meerrettich vorwiegend an feuchten Standorten angebaut. Ein Beleg dafür ist das Zentrum des Meerrettich-Anbaus im Spreewald. Schon in der Antike war der Meerrettich eine beliebte Pflanze, wie es Reliquien aus dieser Zeit belegen. Meerrettich gehört zu den schärferen Gewürzen der deutschen Küche. Die Meerrettich-Zugaben sollten wohl dosiert erfolgen. Tränen in den Augen, ein Jucken in Ohren und Nase – wir alle kennen die Folgen einer Meerrettich-Überdosis.

Aber Spaß beiseite, Meerrettich ist nicht nur eine scharfe Gewürzpflanze, Meerrettich findet auch als Heil- und Arzneimittel große Beachtung. So gibt es viele Krankheiten, bei denen Meerrettich wirksam helfen soll. Unsere Vorfahren verwendeten Meerrettich, um gegen Wechselfieber oder Verdauungsbeschwerden vorzugehen. Heutzutage wird Meerrettich vor allem eingesetzt, um die Abwehrkräfte zu stärken und Erkältungskrankheiten vorzubeugen. So wird dem Meerrettich unter anderem eine antibiotische Wirkung nachgesagt. Die „Wunder-Knolle“ ist in der Lage, Bakterien in ihrem Wachstum zu behindern und so unschädlich zu machen. Sogar zur Vorbeugung gegen Krebs soll Meerrettich nützlich sein.

Meerrettich ist gesund

Wer Meerrettich selber anpflanzen möchte, sollte ein paar Dinge beachten. So sollte die Pflanze an einem sonnigen Ort stehen, der über ein gutes Wasserangebot verfügt. Der Boden selber sollte nährstoffreich und von lockerer Konsistenz sein. Die Erntezeit der Meerrettich-Knollen vollzieht sich meist im Zeitraum September bis April – Voraussetzung ist, dass der Boden nicht gefroren ist. Wichtig bei der Ernte ist es, alle Wurzelreste zu entfernen, damit die Überbleibsel später nicht ungewollt austreiben. Häufig wird Meerrettich auf im Rahmen einer Diät eingesetzt.

Meerrettich ist gesund  und ohne Nebenwirkungen. Das besondere am Meerrettich: Er beinhaltet viele Vitamine und Mineralien, welche die Verdauung ankurbeln und den Stoffwechsel positiv beeinflussen. So wird die Nahrung durch den Körper besser aufgenommen, verwertet und verdaut . Meerrettich wird auch gerne nur als Zugabe, ähnlich wie Senf und Ketchup, für einen Brotaufstrich verwendet. Wer es beim Meerrettich-Aufstrich übertreibt, wird mit tränenden Augen und einer triefenden Nase bedacht – Schuld daran ist der hohe Anteil an Senföl.