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Mehl – welches Mehl ist wofür geeignet

Was ist eigentlich Mehl? Mehl ist ein Pulver, was durch das Mahlen von Getreidekörnern gewonnen wird. Als Getreidesorten kommen unter anderem Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Hirse oder auch Mais in Frage.

2008 wurden in Deutschland immerhin 6,5 Millionen Tonnen Mehl hergestellt. Mehl wird zwischen den Mehlwalzen in einer Mühle zermahlen. Mehl kann je nach Produktziel unterschiedlich fein verarbeitet werden. In Deutschland gibt es eine genormte Kategorisierung der verschiedenen Mehlsorten, die mit der Begriffsbezeichnung „Type“ versehen sind.

Maßgebend für die Einteilung sind der Anteil an Mineralien pro einhundert Kilogramm Mehl. Niedrige Typen wie 405 haben einen geringen Anteil an Mineralien und besitzen in der Regel einen helleren Farbton. Höherklassige Mehlsorten sind dunkler und beinhalten viele Mineralien. Das Mehl Type 405 ist das klassische Haushaltsmehl, welches gute Backeigenschaften vereint.

Mehl ist nur begrenzt haltbar

Mehl vom Type 1700 oder 1800 wird für die Herstellung von dunklen Mischbroten verwendet. Mehl dient in erster Linie der Herstellung von Teig- und Backwaren. Unglaublich: Aus einhundert Kilogramm Mehl kann man 3000 bis 4000 Brötchen gewinnen. Die Hauptmehlsorten sind Weizenmehl und Roggenmehl. Weizenmehl findet vor allem Verwendung bei der Herstellung von Brot und diversen Backwaren. Aus Roggenmehl werden vor allem herzhafte und pikante Backwaren sowie Brote gewonnen.

Was viele nicht wissen: Mehl hat nur eine begrenzte Haltbarkeit, wobei diese zwischen den verschiedenen Mehlsorten variiert. So ist Mehl niedriger Typen bis zu 18 Monate verwertbar. Mehlsorten mit einem höheren Anteil an Mineralien hingegen nur 6 bis 12 Monate. Für alle Mehlsorten gilt: Ist die Mehl-Verpackung erstmal angerissen, sollte sie schnell verbraucht werden. Mehl ist ein sehr nährstoffreiches Produkt. Ob Kohlenhydrate, Eiweiße, Vitamine und Mineralien – Mehl liefert alle Bestandteile, die eine gesunde Ernährung beansprucht. Da das Mehl auf unterschiedliche Art und Weise verarbeitet wird, fällt die Qualität der Nährstoffe von Mehlsorte zu Mehlsorte unterschiedlich aus.

In der Regel gehen bei der Herstellung von weißem Mehl viele Vitamine und Mineralien verloren. Der Grund ist einfach: Bei der Produktion von weißem Mehl werden nur die Mehlkörper weiterverarbeitet. Diese bestehen hauptsächlich aus Stärke und Fett – die Randschichten werden nicht verarbeitet. Bei dunklen Mehlsorten, die beispielsweise für die Zubereitung von Vollkornbroten verwendet werden, bleiben die äußeren Zellschichten erhalten. Fazit: Wer sich gesund und nahrhaft ernähren möchte, sollte lieber zu Vollkornprodukten greifen.