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Mit Fett gelöst: Vitamin A

Vitamin-A-Mangel kann langfristig zu Nachtblindheit führen. Aber die regelmäßige Zufuhr über die Nahrung ist nicht schwer. Vitamin A, auch Retinol genannt, ist ein fettlösliches Vitamin, das hauptsächlich in tierischen Nahrungsmitteln vorkommt. So haben Lebensmittel wie Leber, Fisch, Eier, Käse und Milchprodukte ein besonders hohes Vitamin A Gehalt. Vitamin A spielt unter anderem eine wichtige Rolle für das Sehvermögen, Wachstum und unsere Zellteilung.

Ein Vitamin-A-Mangel kann die Entstehung von Grauem Star begünstigen, daher sollte man schon bei ersten Anzeichen von Sehproblemen, wie zum Beispiel einsetzender Nachtblindheit, prüfen, ob das eventuell mit einer Unterversorgung an Vitamin-A zusammenhängt.

Mangelerscheinungen sind in unseren industrialisierten Ländern aber eher selten. Es gibt jedoch einige Risikogruppen, die auf eine ausreichende Zufuhr übr die Ernährung achten sollten wie beispielsweise:

  • Schwangere im letzten Drittel der Schwangerschaft
  • Stillende Frauen
  • Ältere Menschen
  • Alle, die häufige und extreme Diäten machen
  • Veganer
  • Alle die oft und exzessiv Fast Food und Fertigprodukte essen

Am günstigsten ist es für den Körper, Vitamin A sowohl aus tierischen Lebensmitteln wie Leber, Milchprodukten und Fisch, als auch in Form der Vitamin A-Vorstufe Carotinoide zu essen. Als Carotinoide bezeichnet man den gelben Farbstoff in Obst und Gemüse wie beispielsweise in Karotten oder Paprika. Ernährt man sich ausgewogen, sowohl mit tierischen als auch mit pflanzlichen Lebensmitteln, dann nimmt man ganz automatisch ausreichend Vitamin A auf.

Da Vitamin A ein fettlösliches Vitamin ist, empfiehlt es sich Vitamin A-haltige Lebensmittel, die von Natur aus kein oder kaum Fett enthalten in Kombination mit Fetten zu zubereiten. Ein Grund, warum an gekochte Karotten oder rohen Möhrensalat immer ein Stückchen Butter oder ein Spritzer Oliven- oder Rapsöl gegeben werden sollte. Man sollte auf keinen Fall unkontrolliert Vitamin-A Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Bei fettlöslichen Vitaminen, wie eben Vitamin A, besteht die Gefahr einer Überdosierung, weil diese Vitamine im Körper angereichert werden können. Angereichert bedeutet in diesem Falle nichts Gutes.

Bei einer Überdosierung mit Vitamin A kann es unter Anderem zu trockener und rauer Haut, aufgeplatzten Lippen, dünnem Haar oder Haarausfall sowie Müdigkeit und Knochenschmerz kommen. Zu viel Vitamin A kann über einen längeren Zetraum Knochenschwund und Missbildungen bei Ungeborenen verursachen. Dafür müsste man jedoch täglich große Mengen Vitamin A zu sich nehmen und das für einen sehr langen Zeitraum. Bei einer ausgewogenen Ernährung ist das praktisch unmöglich. Wenn ihr Vitaminpräparate nehmt, dann achtet immer auf die Dosierung der enthaltenen Vitamine. Über einen längeren Zeitraum eingenommen, sollte eine Vitamin A Menge von mehr als 3 mg pro Tag nicht überschritten werden.

Schwangere im ersten Drittel ihrer Schwangerschaft sollten auf größere Mengen Leberfleisch verzichten, weil dieses ebenfalls sehr hohe Vitamin-A-Mengen enthält. Lasst euch im Zweifelsfall immer von eurem Arzt oder Apotheker beraten.