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Muskelkater vermeiden

Wir alle kennen ihn: Den Muskelkater – er bringt uns nicht um, ist aber trotzdem sehr unangenehm. Kann man Muskelkater vermeiden – natürlich kann man das. Wenn man seinen Körper, insbesondere seine Muskeln keinen größeren körperlichen Belastungen aussetzt, liegen die Chancen gut, Muskelkater zu vermeiden. Nur ist das ja bekanntlich nicht immer so einfach möglich.

Muskeln-Muskelkater|shutterstock/Diego Cervo|Muskelkater ist eine ganz individuelles und subjektives Phänomen. Selbst bei Sportlern, die unter gleichen Bedingungen trainieren, können die Symptome beim Muskelkater völlig unterschiedlich ausfallen. Was ist eigentlich Muskelkater und wie lässt sich Muskelkater vermeiden? Bis vor ein paar Jahren glaubte man noch, dass die Ursache für Muskelkater die Entstehung von Milchsäure ist. Milchsäure ist ein Stoffwechselendprodukt des menschlichen Energiestoffwechsels. Milchsäure entsteht bei dem Abbau von Kohlenhydraten ohne Vorhandensein von Sauerstoff. Diese Art des Energiestoffwechsels nennt man anaerob.

Unter Belastung bildet die Muskelzelle Milchsäure, die auch als Laktat bezeichnet wird. Wenn die Belastung in ihrer Intensität andauert, reichert die Muskelzelle immer mehr Milchsäure an, da sie nicht mehr in der Lage ist, diese angemessen abzubauen. Dabei kommt es zur Einschränkung der Leistung. Wenn jetzt die Intensität nicht reduziert wird oder die Aktivität abgebrochen wird, kommt es zur Ermüdung der Muskulatur.

Muskelkater entsteht nicht durch Milchsäure 

Es hat sich herausgestellt, dass dieser Prozess nichts mit dem eigentlichen Muskelkater zu tun hat. Gemeinsamkeiten gibt es trotzdem. Denn ähnlich wie bei der Milchsäure-Produktion ist die Muskelzelle vor dem Auftreten von Muskelkater mit der sportlichen Belastung überfordert. Bei Muskelkater kommt es zu kleinen Haarrissen im äußeren Muskelgewebe. Durch die Entzündung Selbiger kommt es zu Wassereinlagerungen, die das Anschwellen des Muskels bewirken. Das betroffene Muskelbündel nimmt an Volumen zu und es kommt zum unverwechselbaren „Dehnungsschmerz“, der auch als Muskelkater bekannt ist.

Vermeiden kann man Muskelkater, auf unterschiedliche Art und Weise. Wichtig ist beispielsweise ein gut dosiertes Training. Wer ein sportliches Ziel erreicht möchte, sollte dieses in kleinen Etappen erreichen. Wird die Muskulatur nach und nach an die höheren Intensitäten gewöhnt, stehen die Chancen gut, Muskelkater zu vermeiden. Eine andere präventive Maßnahme, um Muskelkater zu vermeiden, ist die entsprechend Vorbereitung der Muskulatur auf die anstehende Belastung. Im gedehnten und erwärmten Zustand ist der Muskel flexibler und kann so die Belastung besser kompensieren. Deshalb ist es vor einer körperlichen Belastung im Sport oder im Beruf wichtig, sich entsprechend zu erwärmen und zu dehnen. Auch wenn es für viele vielleicht albern aussieht, unsere Muskulatur wird es uns mit Sicherheit danken.