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Nackenschmerzen durch wenig Bewegung

Guten Morgen, ich bin es, deine Halswirbelsäule. Meist überkommen uns Nackenschmerzen schon früh beim Aufstehen. Schon beim ersten Blick zum Wecker, beißt sich ein unbekanntes Etwas in unserem Hals fest. Das liegt an zu wenig Bewegung im Alltag. Keine Frage: Schmerzen im Nacken sind unangenehm. Viele unterschätzen diese Art von Schmerz und reden ihn sich schön: Es wird schon irgendwie gehen. Das breite Ursachenspektrum von Nackenschmerzen reicht von zu wenig Bewegung bis hin zu schweren Bandscheibenvorfällen.

Deshalb sollten sie nicht auf die leichte Schulter genommen werden. In erster Linie denkt man bei Nackenschmerzen natürlich an Muskelverspannungen. Diese können durch Fehlhaltungen entstehen, die beispielsweise durch ein falsches Sitzen und Liegen hervorgerufen werden – die evolutionären Folgen der modernen Gesellschaft.

Zu wenig Bewegung fördert Nackenschmerzen

Wir haben uns zu sitzenden Spezies entwickelt, die wenig Bewegung an den Tag legt. Im Sitzen ist es aber gar nicht so leicht, die eine natürliche Grundhaltung des Menschen zu gewährleisten. Viele neigen am Schreibtisch vor dem Computer zu einem nach vorne gebeugten Oberkörper, was eine unnatürliche Krümmung der Wirbelsäule zur Folge hat und letztendlich zu einer Verkrampfung und Verhärtung der Muskeln führen kann.

Frau liegt seitlich im Bett und schläft.

©istock.com/dolgachov

 

Die Wirkungskette ist schnell auf einen Punkt gebracht: Wenig Bewegung – gleich Muskelverspannung – gleich Nackenschmerzen. Aber nicht nur zu wenig Bewegung kann zu Schmerzen im Nacken führen, abrupte und unkontrollierte Bewegungen sind ebenfalls in der Lage, starke Nackenschmerzen auszulösen – das ist dann oft mit einer akuten Bewegungseinschränkung des Kopfes verbunden.

Auch andere indirekte Initiatoren kommen infrage. Angst, Stress und Zugluft können beispielsweise eine Veränderung des Muskeltonus bewirken. Der Muskeltonus ist der Spannungszustand eines Muskels. Gerät dieser aus dem Gleichgewicht, kann es zu Verspannungen kommen. Normalerweise löst der Körper Verspannungen und Blockaden selbstständig nach ein paar Tagen.

Wann sollte man bei Nackenschmerzen den Arzt aufsuchen?

Sind Nackenschmerzen auch nach einer Woche noch von Bestand, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann mit geschulten Handgriffen oder Medikamenten wieder für Entspannung sorgen. Aber die Gründe für Nackenschmerzen können auch schwerwiegender Art sein. Fehlbildungen, Krankheiten aber auch Verletzungen der Halswirbelsäule bedürfen einer umfassenden medizinischen Versorgung.

Nur ein Facharzt kann die Schwere der Nackenschmerzen einschätzen. Natürlich können Schmerztabletten die ersten Schmerzen vertreiben. Allerdings kratzen diese nur an der Oberfläche, die Ursache bekämpfen sie nicht. Wärme in Form von Wärmeflaschen oder Fangopackungen hilft in den meisten Fällen.

Unter Umständen kann auch schon ein leichtes Reiben und Massieren der Nackenmuskeln Erleichterung bringen. Wie gesagt: Nackenschmerzen sollten nicht unterschätzt werden – nicht immer ist zu wenig Bewegung der Grund.