abnehmen.net

Naturheilmittel aus dem Wald

Auf in den Wald um Beeren und Kräuter zu sammeln! Viele, mittlerweile fast vergessene Heilmittel, die in Wald und Wiese zu finden sind, haben einen gesundheitlichen Nutzen. Uns das Beste: Sie kosten nichts!

Schon früher haben Medizinmänner und Heiler versucht, in der Natur Heilmittel gegen diverse Krankheiten zu finden. Mittlerweile wurden einige, der bereits früher bekannten Wirkungen von Pflanzen wissenschaftlich erforscht und bewiesen. Wir stellen euch vier der Naturheilmittel, ihre Wirkungen und Anwendungen vor: 

Birkenrinde und Birkenblätter

Birken sind typische Laubbäume in Mitteleuropa. Wusstet ihr, dass die Birkenrinde oder das Birkenholz desinfizierend wirken, wenn sie geräuchert oder mit heißem Wasser übergossen werden? Sie wirken auch präventiv bei Atemwegserkrankungen, wenn man beispielsweise damit inhaliert.

Zudem lassen sich äußere Verletzungen durch heiße Birkenrindenwickel behandeln. Aber auch die Birkenblätter lassen sich als Naturheilmittel verwenden. Ein Tee aus Birkenblättern wirkt entwässernd.

Holunder

Vom Holunderstrauch lassen sich im Frühjahr die Blüten, und im Herbst die reifen Holunderbeeren verwenden. Egal ob als Saft, Sirup, Gelee, Marmelade oder Suppe. Neben seinem sehr hohen Vitamin C Gehalt trumpft der Holunder mit seinen hochwirksamen sekundären Pflanzenstoffen auf. Bereits ein Glas Holundersaft deckt den Vitamin C Tagesbedarf eines Erwachsener zu zwei Dritteln. Das stärkt das Immunsystem und beugt Erkältungen vor.

Haben die Viren euch bereits erwischt, so hilft während einer Erkältung die schweißtreibende Wirkung des Holunders. Zudem stärkt Holunder die Muskeln, die Knochen, das Nervensystem und beugt Arterienverkalkungen vor. Einige Wirkstoffe im Holunder setzen Insulin und Eisen frei und davon profitieren Diabetiker und Menschen mit einem Mangel an Eisen.

Salbei

Die meisten werden Salbei als Mittel gegen Husten, Schnupfen und Heiserkeit kennen: als Tee oder als Bonbons. Aber Salbei erfrischt auch den Mund und lindert Zahnfleischentzündungen. Bereits in der Antike verwendete man Salbeiblätter als Zahnbrüste.

Salbei enthält  Zink, ätherische Öle und Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe), welche antibakteriell und schmerzlindernd wirken. Auch gegen übermäßige Schweißbildung wird Salbei, in Form von Tabletten, eingesetzt. Aktuelle Untersuchungen zeigen auch, dass Salbei die Denkleistung fördert. Also solltet ihr euch öfter mal einen Salbeitee aufgießen oder Salbei als Gewürz in der Küche, zum Beispiel in einem Fleischgericht, verwenden.

Sanddorn

Wer an die Ostsee oder nahe gelegenen Baggersee fährt sieht die orangefarbenen Sanddornsträucher am Ufer und in den Dünen. Die Sanddornbeeren sind eine richtige Vitaminbombe, weshalb sie auch als “Zitrone des Nordens” bezeichnet werden. Dabei enthalten die Sanddornbeeren wesentlich mehr Vitamin C als Zitronen, nämlich ganze 90 mg Vitamin C auf 100 Milliliter. Schon mit 2-4 Esslöffeln lässt sich der Tagesbedarf eines Erwachsenen decken.

Wenn eine Erkältung im Anzug isst, dann trinkt ruhig einen Sanddornsaft! Neben den Vitaminen steckt ein hoher Anteil von Carotinoiden sowie Lycopin in den Sanddornbeeren. Mit Sanddornöl lassen sie zudem Heuschnupfensymptome lindern, Magenkrämpfe vermindern sowie Sonnenbrand und Narben verblassen.