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Negative Kalorien

Was sind negative Kalorien? Kalorien ist eine Maßeinheit, die die Energiemenge von Nahrungsmitteln zum Ausdruck bringt. Die physikalische Ausgangsgröße stellt dabei die Wärmenge von Wasser dar. Im physikalischen Sinne gibt es negative Kalorien nicht, weil Kalorien in jedem Falle positiv sein müssen.

Es gibt allerdings Lebensmittel wie das Wasser, die praktisch keine Kalorien haben. Im Dschungel von Diäten und Abnehmkuren hat sich ein Mythos über negative Kalorien breit gemacht. Dabei steht die Annahme, dass die Verwertung beziehungsweise die Verstoffwechselung eines Lebensmittels mehr Energie verbraucht, als dieses beinhaltet.

In physikalischer Hinsicht ist das natürlich nicht möglich, aber in den Theorien verschiedener Diäten ein oft bedientes Szenario. Als Beispiel muss dabei jedes mal Wasser in seiner stillen Form herhalten. Wasser hat laut Kalorientabelle keinerlei Kalorien.

Abnehmen mit negativen Kalorien

Da die Verwertung und die Aufnahme von Wasser Kalorien verbraucht, müsste Wasser im weiteren Sinne negative Kalorien haben. Weitere Indizien sprechen dafür. Besonders kaltes Wasser muss vom Organismus erwärmt werden und auf Körpertemperatur gebracht werden. Die dafür zu verrichtende Arbeit kostet dem Körper Energie.

Je kälter ein Lebensmittel ist, um so höher ist der Kalorienverbrauch. Eine schöne Vorstellung: Schlank werden vom Eis essen. Forscher konnten in Studien nachweisen, dass die Verwertung von einem halben Liter Wasser einen Energiebedarf von 50 Kalorien beansprucht. Auch andere Nahrungsmittel weisen nach vorherrschender Theorie negative Kalorien auf.

Obst oder Gemüse gehören zu diesen beliebten Vertretern. Im Prinzip gehört ja auch schon die Zubereitung außerhalb des Körpers in die aufgeführte Energiebilanz. Einfaches Beispiel: Eine Gurke zu schälen kostet Energie. Auch um sie zu halten und später im Mund zu kauen, ist Muskelarbeit vonnöten, die wiederum Energie beansprucht. Aber dies als negative Kalorien zu bezeichnen, ginge wohl zu weit.

Negative Kalorien mit Sport

Mit negativen Kalorien kann natürlich auch eine negative Energiebilanz gemeint sein. Eine negative Energiebilanz weißt eine Person auf, deren Kalorienverbrauch größer ist als die Menge an Kalorien, die sie über die Nahrung dem Körper zugeführt hat.

Zwei Größen können eine negative Energiebilanz in entscheidendem Maße beeinflussen: Eine systematische Ernährung und ein anspruchsvolles Sportprogramm. Dabei geht es aber um ein gesundes Gleichgewicht. Der Körper darf nicht zu stark dabei beansprucht werden.

Fakt ist: Der Körper braucht für seine Leistungs- und Funktionsfähigkeit eine ausreichende Energiemenge. Wer fastet und gleichzeitig auf sportliche Erfolge abzielt, spielt mit seiner Gesundheit. Man kann auch nur eine Größe verändern, um der Energiebilanz ein negatives Vorzeichen zu verpassen.

Das heißt, man belässt es bei den Essgewohnheiten, treibt aber mehr Sport. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten man beide Stellschrauben bedienen. Die Wahrheit über negative Kalorien ist eine Sache ihrer Interpretation.