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Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind zur Zeit in aller Munde – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Viele Menschen haben Omega-3-Fettsäuren zu ihrer neuen Wunderwaffe zum Schutz der eigenen Gesundheit auserkoren. Und tatsächlich konnte in zahlreichen Untersuchungen die therapeutischen Wirkungen von Omega-3-Fettsäuren nachgewiesen werden.


Besonders Herz- und Kreislaufkrankheiten lassen sich durch sie erfolgreich behandeln. So helfen die Wirkstoffe der ungesättigten Fettsäuren Herzrhythmusstörungen sowie instabile Gefäßregionen zu stabilisieren. Daneben verlangsamen sie die krankhaften Veränderungen von Herzkranzgefäßen und senken die schädlichen Blutfette.

Omega-3-Fettsaeuren-Fischoel|istockphoto.com/batteriesnotincluded|www.istockphoto.com/file_closeup.php?id=8239540Aber auch vor Krebs oder Depressionen sollen die ungesättigten Fettsäuren schützen. Die Lebensmittelhersteller sind längst auf diesen Gesundheitszug aufgesprungen und versetzen ihre Produkte mit dem angepriesenen Gesundheitselixier. Omega-3-Fettsäuren sind essentiell – das heißt, sie können vom Körper nicht selber produziert werden.

Der Organismus ist darauf angewiesen, dass ihm die Fettsäuren über die Nahrung im ausreichenden Maße zugeführt werden. Nun verhält es sich bei Omega-3-Fettsäuren wie bei vielen Dingen des Lebens – zu viel davon kehrt die gesundheitsfördernden Eigenschaften um. Werden größere Mengen konsumiert, können Blutungen auftreten.

 

Omega-3-Fettsäuren gegen zu hohen Cholesterinspiegel

Des weiteren kann der Blutdruck sowie der Cholesterinspiegel ansteigen. Bei älteren Menschen kann die Immunabwehr geschwächt werden. Seit 2007 ist es den Lebensmittelherstellern untersagt, ein Produkt mit gesundheitsbezogenen Aussagen zu bewerben ohne dass der wissenschaftliche Nachweis eindeutig erbracht wurde. Trotzdem finden die Hersteller immer wieder Mittel und Wege, gesundheitsspezifische Aussagen geschickt zu verpacken.

Verbraucher sollten die mitgeführten Informationen genauer unter die Lupe nehmen und in entsprechender Weise relativieren. Denn trotz aller Lobgesänge gehören Omega-3-Fettsäuren zu den Fetten – und Fette haben zahlreiche Kalorien. Wer Omega-3-Fettsäuren bedenkenlos konsumiert, braucht sich nicht zu wundern, wenn die angezeigten Werte auf der Körperwaage nicht mehr den eigenen Vorstellungen entsprechen.

Auf die Schliche gekommen ist man den Omega-3-Fettsäuren, wie so oft, durch Zufall. Expeditionen in den Polarraum führten zu einem engeren Kontakt mit seinen Ureinwohnern, den Eskimos. Nach und nach studierte man ihre Lebens- und Verhaltensweisen. Dabei fiel auf, dass ihr Speiseplan überwiegend aus tierischen Fetten bestand. Trotz des recht hohen Fettkonsums sind Herz-Kreislaufkrankheiten für sie ein Fremdwort – die kennen sie schlichtweg nicht.

Auch Arteriosklerose ist in ihrem Wortschatz nicht zu finden. Das machte die Wissenschaftler stutzig. Die Lösung war schnell gefunden: Es müssen die Omega-3-Fettsäuren sein. Experten empfehlen zweimal in der Woche 200 Gramm Fisch, um die gesundheitsfördernden Eigenschaften der ungesättigten Fettsäuren für sich zu nutzen. Ein Tipp: Thunfisch aus der Konserve im eigenen Saft hat weniger Kalorien und mehr Omega-3-Fettsäuren als ihre Vertreter, die in Öl getränkt sind.