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Omega Fischöl für Schwangere

Fisch sollte es nicht nur freitags geben. Besonders für werdende Mütter und ihre Babys stecken im Omega Fischöl jede Menge ungesättigten Fettsäuren mit einem hohen gesundheitlichen Nutzen für Kreislauf und Stoffwechsel.


Sport-Schwangere|istockphoto.com/MariyaL|www.istockphoto.com/file_closeup.php?id=5607710 Am besten sollte zwei- bis dreimal pro Woche fetter Seefisch auf dem Speiseplan stehen. Die im Fischöl von fetten Seefischen wie Lachs, Hering, Makrele und Sardine enthaltenen, langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind sehr gut für die Gesundheit. Schon für  Ungeborene schaffen sie eine wichtige Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung des Gehirns und des Nervensystems.

Machen wir zuerst einen kleinen Exkurs in die wissenschaftliche Welt hinter den langkettigen ungesättigten Fettsäuren: Sie werden, entsprechend ihrer englischen Bezeichnung („long-chain polyunsaturated fatty acids“) auch als LC-PUFA oder LCP abgekürzt.

Von diesen langkettigen ungesättigten Fettsäuren haben besonders die Arachidonsäure (AA, Omega-6-Fettsäure) und die Docosahexaensäure (DHA, Omega-3-Fettsäure) einen starken Einfluss auf die Entwicklung von Gehirn, Zentralnervensystem sowie der Netzhaut des Auges. Beide Fettsäuren kann der Körper nicht selber bilden, er ist also auf eine ausreichende Zufuhr durch die Ernährung angewiesen.

Aber nicht nur in Fisch stecken diese langkettigen Fettsäuren:

  • Alpha-Linolensäure, die Ausgangsfettsäure der Omega-3-Reihe, findet sich auch in grünem Blattgemüse und in pflanzlichen Ölen wie in Leinöl und Sojaöl.
  • LC-PUFA aus der Omega-6-Reihe kommen vor allem in pflanzlichen Samen und Ölen wie Rapsöl, Maiskeimöl und Sonnenblumenkernöl, aber auch in Eigelb und magerem Fleisch vor.

Während des letzten Drittels der Schwangerschaft und in den ersten Monaten nach der Geburt werden die DHA und AA Fettsäuren im Gehirn des Kindes eingelagert, wenn sich dort die Neuronen vermehren. „LC-PUFAs beeinflussen die Aktivität vieler, funktionell wichtiger Enzyme in den biologischen Membranen des Nervensystems und im Neurotransmitter-Stoffwechsel. Sie sind gewissermaßen für die Feineinstellung des Gehirns und des Nervensystems zuständig“, so Professor Dr. Berthold Koletzko, Ernährungsspezialist der Universitäts-Kinderklinik München und Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit.

Der Nutzen von Omega 3 in Schwangerschaft und Stillzeit:

Und natürlich lässt sich der gesundheitliche Nutzen von Omega 3 Fettsäuren während Schwangerschaft oder Stillzeit auch mit wissenschaftlichen Studien belegen:

  • In Großbritannien untersuchte man bei etwa 8.000 achtjährigen Kindern die Entwicklung verbaler Intelligenz, feinmotorischer Fähigkeiten und Sozialverhalten. Hatten die Mütter in der Schwangerschaft mehr fettreiche Seefische gegessen fielen die Ergebnisse signifikant besser aus.
  • In Norwegen ergab eine Studie an vierjährigen Kindern, dass sie einen um vier Punkte höheren Intelligenzquotienten aufwiesen, wenn ihre Mütter in Schwangerschaft und Stillzeit ein DHA-reiches Öl zu sich nahmen.

Egal ob Schwangerschaft oder Stillzeit: Werdende oder junge Mütter schaffen eine sehr gute Grundlage für eine gesunde Entwicklung des Gehirns und des Nervensystems ihres Kindes, wenn sie regelmäßig Fisch / Fischöl sowie pflanzliche Öle und Samen essen.

Wie viel Omega 3 Fischöl sollten Schwangere und Stillende essen?

Dafür hat Professor Dr. Koletzko konkrete Tipps parat:

  • Schwangere und stillende Frauen sollten im Durchschnitt mindestens 200 mg DHA pro Tag zu sich nehmen. Das lässt sich mit dem Genuss von ein bis zwei Portionen fettem Seefisch pro Woche (wie Hering, Makrele und Lachs) erreichen.
  • Gesunde Babys sollten nach Möglichkeit Muttermilch erhalten. Wenn nicht gestillt wird, sollten mit LC-PUFA angereicherte Flaschennahrungen verwendet werden, deren Anteil an DHA zwischen 0,2 und 0,5 Prozent des Gesamtfettgehalts beträgt.
  • Mütter, die keinen Fisch mögen, können ihren Bedarf aus angereicherten Lebensmitteln oder mit Omega 3 Fischöl Nahrungsergänzungspräparaten decken.