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Pilates für den Bauch

Pilates trainiert nicht nur den Körper, sondern auch den Geist – Pilates ist mehr als ein reines Muskeltraining. Das wichtigste Aktionsfeld im Bereich des Muskelaufbaus ist das Powerhouse, das Kraftzentrum des Körpers. Zur Körpermitte gehören die Muskelgruppen von Beckenboden, Rücken und Bauch.


Dieser Ansatz spiegelt die enge Verwandtschaft zu östlichen Kampfkunsttechniken wieder. Bei fast Allen spielt die Körpermitte die zentrale Rolle. Alle Angriffe und Verteidigungsaktionen entspringen im übertragenen Sinne dem Bauch.

pilates-bauch-sport|istockphoto.com/dashek|www.istockphoto.com/file_closeup.php?id=2183356Nur wenn man seine Kräfte in dieser Region bündelt, ist man in der Lage, die größte Energie und Präzision im Zuge der Bewegungen zu entfalten. Pilates trainiert vor allem die tieferen Regionen der Muskulatur. Es geht nicht darum, Bauch, Rücken oder Brust voluminöser erscheinen zu lassen, sondern um sie von innen heraus zu kräftigen.

 

Bauch trainieren mit Pilates

Die Pilates-Theorie geht davon aus, dass alle Übungen im Einklang mit einem konzentrierten Geist ausgeführt werden sollen. Das bewusste Visualisieren der einzelnen Bewegungen intensiviert den Trainingsreiz und löst Verspannungen. Die Frage bei jeglicher Form des Trainings ist immer die Gleiche: Was möchte ich erreichen?

Sicherlich kann man durch Pilates auch einen Waschbrett-Bauch erschaffen – allerdings ist das nicht das vorrangige Ziel. Im Grunde genommen geht es bei dem Ganzkörpertraining um das Zusammenspiel von Körper und Geist. Ein wesentliches Ziel ist zum Beispiel, ein Gefühl für sich und seinen Körper zu bekommen. Was tut mir gut? Wie reagiert der Körper auf jegliche Form von Belastung?

Wichtiger Taktgeber für die die einzelnen Übungen ist die Atmung. Sie steuert die einzelnen Bewegungen und fügt sie zu einem harmonisch fließenden Ganzen. Im Gegensatz zu anderen fernöstlichen Entspannungstechniken atmet man bei Pilates nicht aus dem Bauch heraus, sondern in den seitlichen Brustbereich hinein. Und das ist schwerer als man denkt.

Wichtig ist es, beim Atmen trotz der Konzentration locker zu bleiben und nicht zu verkrampfen. Ob man auch wirklich nur im Brustbereich atmet, kann man relativ einfach testen, indem man beim Atmen eine Handflächen auf die Rippen legt. Mit der anderen Hand fühlt man den Bauch – der sollte bei der Pilates-Atmung ruhen.

Der Schwierigkeitsgrad erhöht sich noch, wenn man diese Form der Atmung im Liegen durchführt. Da die Atmung das Grundgerüst von Pilates darstellt, sollte man zu aller erst an ihrer Vervollkommnung arbeiten. Erst dann macht es Sinn, seine Aufmerksamkeit auf Bauch, Rücken und Co. Zu richten. Pilates stärkt nicht nur den Bauch, sondern auch den Geist.