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Pilates zur Entspannung

Pilates wurde vom Deutsch-Amerikaner Joseph Pilates konzipiert. Das Trainingskonzept besteht aus über 500 Übungen. Pilates setzt sich aus verschiedenen Methoden und Konzepten zusammen.


Neben körperlichen Zielen, steht vor allem die geistige Stärkung und Entspannung im Vordergrund beim Pilates. Eine Zielrichtung ist die vollständige Entspannung. Das heißt nicht, dass alle Übungsformen ohne Anstrengung ausgeführt werden – sondern vielmehr, dass sie mit vollster Konzentration und entsprechender Entspannung erfolgen.

pilates-entspannung|shutterstock.com/kristiansekulic|www.shutterstock.comDurch die mentale Verankerung in den einzelnen Bewegungsschritten wird ein Zustand der Entspannung erreicht. Körperliche und geistige Ebene sind bei Pilates stark verbunden. Joseph Pilates war der Meinung, dass die Übungen nur wirkungsvoll sind, wenn sie exakt trainiert werden und unter vollster Aufmerksamkeit erfolgen.

 

Pilatesübungen zur Entspannung

Jedes noch so kleinste Detail der Übung muss geistig kontrolliert und so mental gesteuert werden. Eine andere Zielebene ist eine bessere Körperhaltung und Bewegungskoordination. Das Herzstück des Trainingskonzeptes stellt das Powerhouse dar – das Kraftzentrum des Körpers.

Dieses Fundament trägt und hält den Körper als Einheit und verbindet ihn mit den Extremitäten. Wenn das Powerhouse stabil ist, läuft der Körper gewissermaßen effizienter. Auch die seelische und geistige Ebene ist unmittelbar abhängig vom körperlichen Zentrum.

Laut Joseph Pilates verleiht uns ein kräftiges Powerhouse mehr Selbstbewusstsein und sorgt für Entspannung. Die Körperhaltung beeinflusst unmittelbar unser Handeln und Denken. Aber was ist das Powerhouse?

 

Powerhouse beim Pilates

Das Powerhouse steht für die Körpermitte des Menschen. Ihm entspringen unsere wirklichen Kräfte. Hier erkennt man die enge Verbindung des Konzeptes mit fernöstlichen Kampfsporttechniken. Alle Abwehr- oder Angriffshandlungen haben ihren Ursprung im Zentrum des Körpers und werden von ihm koordiniert.

Bei Pilates besteht das Powerhouse aus Bauch, Gesäß und Rücken. Ziel ist es, diese zentrale Achse nachhaltig zu stärken. Dabei geht es nicht darum, mehr Muskelmasse im absoluten Sinne aufzubauen – sondern Muskelgruppen zu kräftigen, die bei einem modernen Menschen eher ein Schattendasein fristen.

Viele Teilnehmer, die das erste Mal einen Kurs besuchen, sind überrascht, welche Muskeln am nächsten Tag zu spüren sind – ihre Existenz lag bisher im Verborgenen. Ein Muskelaufbau bei Pilates erfolgt dann in den tieferen Regionen der Muskulatur.

Wer glaubt durch Pilates einen athletischen Körper zu formen, sollte sich daher eher anderen Sportarten widmen. Ein abschließender Baustein von Pilates ist die Atmung. Sie ist sozusagen die Brücke zwischen körperlicher und geistiger Übungsebene.

Die Atmung hilft uns, die Übungen konzentriert zu verfolgen und vor dem geistigen Auge zu visualisieren. Nur eine rhythmische Atmung bringt auch die ersehnte Entspannung. Wer falsch atmet, verliert seinen Rhythmus und damit seine Entspannung. Der Rhythmus ist der Taktgeber aller Übungsformen und entscheidet über Erfolg und Misserfolg.