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Rimonabant Diätpille

Rimonabant ist eine Diätpille, die das Abnehmen bei adipösen Menschen mit einem BMI (Body Mass Index) über 30 und stark Übergewichtigen (BMI über 27) unterstützen soll. Häufig leiden diese Übergewichtigen außerdem unter Diabetes und erhöhten Bluttfettwerten. Rimonabant wurde vom Pharmakonzern Sanofi-Aventis, ursprünglich zur Raucherentwöhnung, entwickelt.

Gesamtbewertung

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Wirkung/schneller Erfolg

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kein Hungergefühl

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Einfach durchzuhalten

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Einfach zu verstehen

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wenig Einschränkungen

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zum Auswärtsessen geeignet

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gesundheitlich bedenklich

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Inhalt des Diätprofils

  1. Wirkungsweise
  2. Expertenfazit

Wirkungsweise

Unter dem Markennamen Acomplia wurde der Wirkstoff Rimonabant im September 2006 als verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur Adipositastherapie, der Behandlung von Fettleibigkeit, in Deutschland zugelassen.

Jedoch bereits im Oktober 2008, nach Diskussionen über die Nebenwirkungen und Risiken, empfahl die Europäische Arzneimittelagentur EMEA (European Medicine’s Agency), die Zulassung ruhen zu lassen. Aufgrund dessen stellte der Hersteller Sanofi-Aventis im November 2008 das klinische Studienprogramm mit Rimonabant ein und nahm die Diätpille wieder vom Markt.

Neben der Gewichtsreduktion sollte Rimonabant gegen die Erkrankungen des metabolischen Syndroms wirken und die Gefahr von übergewichtsbedingten Herz-Kreislauf–Erkrankungen reduzieren.

Das Medikament Rimonabant blockiert den Rezeptor CB1, der eine wichtige Rolle in der Regulierung der Energiebilanz sowie des Glukose- und Fettstoffwechsels spielt. So ist er an der Steuerung von Hunger und Sättigung im Zentralnervensystem beteiligt. Durch die Einnahme von Rimonabant soll die Nahrungsaufnahme gesenkt werden.

Die Einnahme von Rimonabant ist für Menschen mit schweren Leber- oder Nierenproblemen sowie bei Schwangeren und Stillenden verboten. Auch ältere Menschen über 75 Jahre, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, Allergiker mit Laktoseintoleranz (Rimonabant enthält Laktose), schwer Depressive und Epileptiker sollten von einer Einnahme des Medikaments gegen Übergewicht absehen.

Als häufigste Nebenwirkungen von Rimonabant werden Übelkeit, Schwindel, depressive Verstimmungen und Ängstlichkeit angegeben.

Expertenfazit

Grundsätzlich gehen verschreibungspflichtige Medikamente gegen Übergewicht und Fettleibigkeit mit vielen Nebenwirkungen einher. Darum dürfen sie nur bei schwerem Übergewicht und in Kombination mit einer ärztlichen Betreuung eingenommen werden. Das Risiko durch das Übergewicht zu erkranken, muss stets schwerer wiegen als die Nebenwirkungen des Medikaments.

Rimonabant ist zudem nur solange wirksam, wie es eingenommen wird. Nach Absetzen des Medikamentes besteht die Gefahr, dass der Patient wieder zunimmt, wenn die medikamentöse Therapie nicht mit einer konsequenten Änderung der Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten einhergeht.

Rimonabant könnte insofern, wenn es noch zugelassen und auf dem Markt wäre, nur ein unterstützendes Hilfsmittel bei der Gewichtsreduktion sein. Eine Umstellung auf eine gesunde, kalorienbewusste Ernährung sowie mehr sportliche Aktivität müssen unbedingt Bestandteil jedes Diätprogramms sein.

Andere, in Deutschland zugelassene, Diätpillen sind die verschreibungspflichtigen Medikamente wie Xenical und Reductil oder die Apothekenpflichtige Schlankheitspille Alli.