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Sättigung

Bei Wikipedia wird das Wort Sättigung als Erreichung des Fassungsvermögens definiert. In allen Bereichen des menschlichen Lebens findet man die Bezeichnung Sättigung. So gibt es eine Sauerstoffsättigung in der Medizin, eine Farbsättigung in der Kunst oder eine Oberflächensättigung in der Chemie.

saettigung-leerer-teller|istockphoto.com/DOConnell|www.istockphoto.com/stock-photo-2725719-left-over-dinner.phpIn der Physiologie wird die Sättigung oft mit der Nahrungsaufnahme assoziiert. Dabei beginnt der Zustand der Sättigung, wenn keine Nahrungsaufnahme mehr nötig ist. In der Regel signalisiert unser Körper diesen Zustand – das heißt, er sagt uns, wenn er satt ist. Der Sättigungsvorgang im menschlichen Körper ist an viele körperliche Prozesse gekoppelt.

 

Das Gehirn und die Sättigung

Nicht nur der Magen, auch der Darm und die Leber senden Sättigungsimpulse an das Gehirn, das als eigentliches Kontrollzentrum agiert. Das Gehirn verarbeitet alle internen und externen Signale und schüttet daraufhin Botenstoffe aus, die dem Körper das Sättigungsgefühl vermitteln. Hunger und Sättigung dienen dem Organismus als wichtige Regulationsgrößen für die Nahrungsaufnahme.

Sowohl das Hungerzentrum als auch das Sättigungszentrum befinden sich im Hypothalamus, einem Bereich im Zwischenhirn. Bei einem aufkommenden Sättigungsgefühl sind mehrere Faktoren beteiligt. So ruft ein voller Magen noch lange nicht ein Sättigungsgefühl hervor – besonders dann, wenn die Mahlzeit sehr arm an Kalorien ist.

Der Energiegehalt der Nahrung wird durch die so genannten Chemorezeptoren ermittelt. Diese befinden sich unter anderem in Leber und Darm. Erst wenn die Nahrung auch als kalorienreich eingestuft wird, stehen die Chancen gut, sich satt zu fühlen. Außerdem ist die Sättigung stark abhängig vom subjektiven Empfinden. Das kann stark variieren.

Die meisten Übergewichtigen haben ein Problem: Sie können nicht mehr objektiv einschätzen, wann sie satt sind. Sie haben das natürliche Gefühl der Sättigung verloren. Gerade die heutige Zeit macht es uns schwer, auf unseren Körper zu hören. Lärm, Stress und die mangelnde Fähigkeit uns zu konzentrieren, machen uns auch beim Essen ein Strich durch die Rechnung.

Wir essen im Stehen, während des Autofahrens oder beim Gehen. Während der eigentlichen Nahrungsaufnahme werden wir so ständig mit Ablenkungen konfrontiert. Zu erkennen, wann man satt ist, ist bei solchen Essgewohnheiten fast aussichtslos.

Auch das Herunterschlingen der einzelnen Mahlzeiten tut sein Übriges. Das Gefühl der Sättigung setzt nämlich in der Regel erst nach ein paar Minuten ein. Wer also vor dieser Toleranzschwelle seine Nahrung vertilgt, kann den Grad der Sättigung nicht erreichen – so viel er auch in sich hinein schaufelt. Der Gesundheit und dem eigenen Gewicht zuliebe sollte man sich Zeit zum Essen nehmen und sich voll und ganz auf den Akt der Nahrungsaufnahme konzentrieren.