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Sattmacher Suppe

Suppen sind eigentlich eine gesunde, kalorienarme, sehr gut sättigende und leicht verdauliche Mahlzeit. Aber nicht immer. Um einige Suppen solltet Ihr einen Bogen machen, wenn Ihr abnehmen oder auf Eure schlanke Figur achten möchtet.

Heiße Tasse

Besonders jetzt im Winter tut die Wärme von Innen durch einen schönen heißen Teller Suppe wohlig gut. Wohltuend ist auch eine Hühnersuppe nach Mamas Rezept, mit der man es sich bei einer nahenden Erkältung auf dem Sofa gemütlich machen kann. Suppen sind, durch ihren hohen Wassergehalt, ein perfekter Sattmacher und daher gut als Vorspeise geeignet. Dr. Barbara Rolls, Autorin der Volumetrics Diät, wies in einer Studie nach, dass Suppen, vorweg gegessen, verhindern, dass die Hauptmahlzeit zu üppig wird. Die Testesser nahmen 20 Prozent weniger Gesamtkalorien zu sich, wenn sie zuvor eine Hühnerbrühe mit Gemüse aßen.

Jedoch müssen die Suppen kalorienarm (max. 150 Kalorien) sein, denn sonst isst man leicht den Kaloriengehalt von zwei Hauptgerichten. In vielen Suppen, besonders Fertigsuppen aus der Dose, verstecken sich jedoch Unmengen flüssiger Fettkalorien und teilweise viel Salz.

Dosensuppen

Davon mal abgesehen, dass die meisten Suppen aus der Konservendose nicht besonders frisch und lecker schmecken, enthalten einige ungesunde Transfette und viel Salz. Pro Tag sollten nicht mehr als 2.4 g Salz mit der Nahrung aufgenommen werden. In den meisten Dosensuppen versteckt sich aber bereits 1g Salz pro 250 ml. Die meisten Dosen haben einen Inhalt von 390 ml. Wer Dosensuppen kauft, sollte sich vorher die Zutatenliste und die Kalorienangaben durchlesen.

Tütensuppen

Eine Tütensuppe ist schnell gemacht. Heißes Wasser drauf und fertig. Leider enthalten die meisten Tütensuppen eine lange Liste künstlicher Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel und Geschmacksverstärker (Glutamat, Hefeextrakt), die sie weniger wertvoll als eine Dosensuppe machen. Auch der Salzgehalt ist hier oft hoch.

Cremesuppen

Cremige Suppen schmecken häufig sehr gut. Die cremige Konsistenz stammt von Fett aus Vollmilch, Käse oder Frischkäse, der dem Gemüse und / oder dem Fleisch in der Suppe zugegeben wurde. Diese fetten Zutaten sind Geschmacksträger, bringen jedoch auch viele zusätzliche Kalorien.

Restaurant-Suppen

Egal in welcher Preisklasse das Restaurant liegt, denkt immer daran: Küchenchefs möchten vor allem, dass es Euch schmeckt. Eure schlanke Figur ist ihnen recht egal. Und das gilt für den Imbiss genauso wie für den Gourmet-Tempel. Denn obwohl es sehr viele Möglichkeiten gibt eine schmackhafte kalorien- und fettarme Suppe zuzubereiten, setzen viele Köche immer noch auf die klassischen Geschmackträger wie Sahne, Butter, und Zucker. Auch hier lieber eine klare Suppe statt einer Creme-Suppe bestellen.

Viele verschiedene Suppen Sorten

©iStock/Ozgur Coskun

 

So erkennt Ihr schlanke Suppen

Alle nachfolgenden Kalorienangaben beziehen sie auf 250 ml Suppe, was ungefähr einem Teller Suppe entspricht. In den meisten Konservendosen sind 390-500ml Suppe enthalten – Ihr müsst die Kalorien dann entsprechend hochrechnen oder dürft den Doseninhalt nicht aufessen. Wer gern Suppen isst, aber auf seine schlanke Linie achtet, sollte diese Suppen-Regeln beachten beziehungsweise das jeweilige Etikett im Detail studieren.

Klare Suppen oder Tomatensuppen

Mit klaren Suppen, die Gemüse und mageres Hühnchen oder Rindfleisch enthalten macht Ihr grundsätzlich wenig falsch. Dazu gehören Suppen, die auf einer klaren Brühe oder auf Tomaten basieren, zum Beispiel:

  • Klare Ochsenschwanzsuppe (Lacroix): 55 kcal bei nur 2 g Fett und 7 g Eiweiß
  • Strauchtomaten-Basilikum Suppe (Erasco): 68 kcal bei nur 2 g Fett

Suppen ohne Sahne und Käse

Vollmilch, Sahne und Käse machen Suppen zur zwar schmackhaften, aber flüssigen Kalorienbombe. Zumeist sind auch noch viele gesättigte Fette enthalten, die nicht gut fürs Herz sind.

  • Kartoffel Creme Suppe (Erasco): 215 kcal, 16.8 g Fett
  • Champignon-Creme-Suppe (Lacroix): 145 kcal, 9.3 g Fett

Vorsicht auch bei exotischen Cremesuppen

Suppen die ausgefallen anmuten, sind häufig fettig und damit kalorienreich. Ein Blick auf das Etikett klärt auf:

  • Thaisuppe (Vita Vital): 163 kcal, 12.8 g Fett
  • Avocado Suppe mit Räucherlachs: 165 kcal, 15 g Fett

Suppe nicht zu reichlich „ergänzen“

Viele haben die Angewohnheit zur Suppe Cracker oder ähnliche Sättigungsbeilagen zu knabbern oder noch etwas Käse oder Sahne als „Geschmacksverstärker“ dazuzugeben. Das sollte man möglichst sein lassen. Denn die beispielsweise recht kalorienarme Französische Zwiebelsuppe wird mit Käse und Weißbrot vom Kaloriengehalt her schnell zu einer Hauptmahlzeit:

  • Französische Zwiebel-Suppe (Lacroix): 1 Teller (250 ml) = nur 53 kcal
  • Französische Zwiebel-Suppe (Lacroix) mit Baguette-Brötchen (50 g, 117 kcal) und geriebenen Gruyère-Käse drüber (40 g, 164 kcal) = reichhaltige 334 kcal
    Was macht eine Suppe gesund?

Ob eine Suppe gesund ist oder nicht, darüber entscheiden natürlich die Zutaten. Hülsenfrüchte wie sie sich oft in deftigen Eintöpfen finden, liefern wertvolles Eiweiß und Ballaststoffe und sättigen somit. Auch mageres Fleisch von Hühnchen oder Rind ist reich an wertvollem Eiweiß und macht satt. Sättigungseinlagen wie Kartoffeln, Reis oder Nudeln liefern Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Besonders viele Mineralien liefert das Gemüse in der Suppe und zwar auch, weil der Kochsud einschließlich der darin gelösten Nährstoffe mitgegessen wird. Ein besonders kalorienarmes Eintopf-Gemüse ist Kohl – egal ob Chinakohl, Rosenkohl, Weißkohl oder Blumenkohl. Nicht umsonst darf man sich bei der Kohlsuppendiät an dieser Gemüsesuppe satt essen.

Neben der Mineralienzufuhr ist auch die Flüssigkeitszufuhr durch die Suppen nicht zu unterschätzen, besonders bei klaren Gemüsebrühen. Am Besten macht man die Suppen natürlich selbst. Erstens, weil man dann genau bestimmen kann was rein kommt und dadurch keine Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe oder versteckte Fette enthalten sind. Und zweitens, weil die Zubereitung von Suppen sehr schnell geht und sie auf Vorrat gekocht werden können. Suppen sind also durchaus eine gute Option für Berufstätige, die nicht viel Zeit zum Einkaufen und Kochen haben: Tiefkühlgemüse kaufen, kochen, pürieren – wie zum Beispiel bei der Erbsensuppe oder frisches Gemüse klein schneiden und kochen wir bei der Gemüsesuppe.