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Schilddrüsenüberfunktion

Die Schilddrüse kann nicht nur zu wenig Hormone produzieren, sie kann auch genau das Gegenteil tun. Wenn das der Fall ist, spricht man von einer Schilddrüsenüberfunktion. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion werden bestimmte Hormone zu viel gebildet und entsprechend ausgeschüttet.

Das geht in der Regel mit einer krankhaften Steigerung des Stoffwechsels einher. Das Spektrum an Erscheinungsbildern und Symptomen ist sehr breit. So können bei einer Schilddrüsenüberfunktion unter anderem Beschwerden wie Nervosität, Gewichtsverlust, Schweißausbrüche oder Durchfall auftreten.

Ursache für eine Überfunktion der Schilddrüse können entweder eine immunbedingte Störung oder eine Autonomie sein. Bei der immunbedingten Überreaktion richtet der Körper seine Abwehrstoffe nicht gegen Krankheitserreger, sondern gegen eigene Organe – auch die Schilddrüse kann davon betroffen sein. In diesem Fall werden die Antikörper dann so fehlgeleitet, dass sie die Schilddrüsenzellen zu einer vermehrten Hormonausschüttung animieren.

Eine Autonomie läuft dagegen anders ab. Bestimmte Regionen der Schilddrüse werden dabei unempfindlich und verlieren gewissermaßen die Kontrolle. Unabhängig vom individuellen Bedarf des Organismus produzieren sie dann Hormone und schüttet sie in den Blutkreislauf. Auch Tumore können den sensiblen Regelkreis der Schilddrüsenfunktion stören. Das Geschwulst übernimmt dann Aufgaben der Schilddrüse. Da es dann zu viel Jod speichert, kommt es zu einer Schilddrüsenüberfunktion.

Schilddrüsenübergfunktion behandeln

Wenn der Tumor rechtzeitig entfernt werden kann, normalisiert sich die Funktionsfähigkeit der Schilddrüse in der Regel wieder. Die Schilddrüse ist eine wichtige Hormondrüse im menschlichen Körper. Zusammen mit anderen Hormondrüsen nimmt sie großen Anteil an der Regulation des Stoffwechsels. Unser Hormonsystem ist ein hochsensibler Regelkreislauf – schon kleinste Störungen können schwerwiegende Folgen haben.

Die Transporteure im System sind die Hormone. Hormone sind chemische Botensubstanzen, die über den Blutkreislauf zu ihren Zielorganen gelangen und dort an die Rezeptoren der betreffenden Zellen andocken. Da die Hormone eine wichtige Energiestoffwechselfunktion einnehmen, gehen Erkrankungen an der Schilddrüse immer mit starken Gewichtsveränderungen einher.

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion kommt es in der Regel zu einer Verlangsamung des Stoffwechsels. Kalorien werden dann nicht mehr optimal in Energie umgewandelt. Betroffene Personen müssen im Anschluss mit einer Gewichtszunahme rechnen. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion verhält es sich genau umgekehrt. In diesem Fall wird der Stoffwechsel angekurbelt und beschleunigt – eine starke Gewichtsreduzierung ist die Folge.

Die Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion richtet sich nach dem Alter der Patienten, den Ursachen und dem Schweregrad der Erkrankung. In den meisten Fällen werden Medikamente verabreicht, die die Bildung der Schilddrüsenhormone hemmen. Erst in einem zweiten Schritt kommen operative Maßnahmen zum Einsatz.