Schlankheitscode

Zwanzig verschiedene “Pfundstypen” bilden die Basis für den persönlichen Schlankheitscode. Hat man seinen Typ per Pfundstypentest bestimmt, dann ist der Weg für die maßgeschneiderte Diät frei. Zudem empfiehlt das Buch jedem Abnehmwilligen, sich einen Code-Begleiter zu suchen. Eine Person, die während der Diät motiviert und bei Problemen hilft. So soll man nachhaltig und gesund abnehmen und schlank bleiben.

Gesamtbewertung

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Wirkung/schneller Erfolg

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kein Hungergefühl

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Einfach durchzuhalten

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Einfach zu verstehen

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wenig Einschränkungen

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zum Auswärtsessen geeignet

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gesundheitlich bedenklich

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Herkunft der Diät

Das Diätbuch „Der Schlankheitscode“ erschien 2008 und wurde von den Autorinnen Elisabeth Lange und Dr. Susanne Wiesner geschrieben. Elisabeth Lange ist studierte Ernährungswissenschaftlerin, Redakteurin und Buchautorin (unter anderem „Schlankmacher“, „Bakterien für die Gesundheit: Probiotics“ und „Die neue Diät für Diabetiker Typ II“. Dr. Wiesner ist Internistin und leitet das Adipositas-Zentrum des HELIOS-Klinikums in Berlin.

Die Ernährung im Detail

Schlankheitscode Diät starten Zur Schlankheitscode Diät gibt es eine große Rezeptvielfalt, vor allem auf der dazugehörigen Internetseite. Der Kerngedanke der Diät ist die Veränderung des Verhaltens, welches zum Übergewicht oder zum ungesunden Essverhalten geführt hat.

Dabei werden Schritt für Schritt neue, gesündere Angewohnheiten angeeignet. Kalorientabellen, seitenlange Hintergründe zu Eiweißen, Fetten und Kohlenhydraten sowie konkrete Sportübungen stehen dagegen nicht im Mittelpunkt dieser Diät.

Das Schlankheitscode-Diätbuch wird durch eine Webseite ergänzt, die neben dem Schlankheitscode-Test, der circa 5 Minuten dauert, jede Menge Rezepte, Download-Formulare, ein Forum sowie ein aktuelles Blog bietet.

Bevor es mit der Ernährung oder Details zum Abnehmen losgeht, steht die Bestimmung des eigenen Diättyps im Buch an erster Stelle. Es gibt zwanzig Pfundstypen die auf jeweils circa fünf bis sechs Seiten vorgestellt werden: Selbstbelohner, Bildschirmhocker, Diätmüde, Faultier, Exraucher, Hungerleider, Nacht-Esser, Erblast, Nebenwirkung, Dauer-Esser, Schwanger, Stress-Esser, Schokoholic, Schlaflos, Festtagsschlemmer, Sisyphus, Trinkfest, Vollbeschäftigt, Wechseljahre und Winterspeck.

Nehmen wir als Beispiel den Pfundstyp „Festtagsschlemmer“, denn das trifft sicher auf viel zu: Eine Geschichte einer „Betroffenen“ leitet die Typbeschreibung ein, gefolgt von Hintergrundinformationen, bei denen wir zum Beispiel erfahren, dass schon die Germanen und Römer die dunklen Tagen des Jahres gern mit Festgelagen frönten.

Ein Schnelltest „Bin ich das“ mit circa 7 Fragen hilft auf die Sprünge, ob dieser Typ auf einen selbst zutrifft. Danach werden mögliche Auswege, zu bewerten nach super, gut, ungeeignet, gezeigt: Das sind Tipps die jeweils mit einem Zahlen-Code versehen sind. In unserem Beispiel: Flexible Kontrolle üben, Rausgehen, Mehr Aktivitäten als Geschenke, Aus dem Sichtfeld schaffen, Vor dem Essen etwas essen und Schnell gegensteuern.

Nachdem die Gründe für die überflüssigen Pfunde identifiziert wurden, geht es nun ans Abnehmen. Natürlich treffen häufig mehrere der Pfunds-Typen auf einen Menschen zu. Dann soll mit den Codes aus jedem der zutreffenden Pfundstypen gestartet werden, die sich am einfachsten in den Alltag integrieren lassen. Jedoch sollten das nicht mehr als drei Codes auf einmal sein.

Treffen beispielsweise die drei Pfundstypen Festtagsschlemmer, Exraucher und Diätmüde auf einen zu, so wählt man nun die jeweils am einfachsten für sich umzusetzenden Code-Nummer aus:

  • Festtagsschlemmer: Code 112 = Vor dem Essen etwas essen
  • Exraucher: Code 035 = Akupunktur versuchen
  • Diätmüde: Code 016 = Langsamkeit lieben lernen

Diese Code-Ziffern begleiten einen dann während der Diät jeden Tag. Fällt einem die Veränderung leicht, nach einigen Tagen oder einigen Wochen, sucht man sich neue, individuell passende Codes heraus und setzt auch diese langsam um.

Jedoch nicht mehr als drei bis vier beue Angewohnheiten auf einmal. Die Codes sollen dem Abnehmenden so in Fleisch und Blut übergehen und zur festen, neuen Alltagsgewohnheit werden. Ist das geschehen, können die umgesetzten Codes aus der persönlichen Liste gestrichen werden.

Der „Schlankheitscode“ setzt zudem aufs Aufschreiben. Unser Gehirn vergisst alte Gewohnheiten leider nicht so schnell, dabei soll ihm das Dokumentierten und Planen helfen. Im Internet kann man sich dafür als Vorlage praktische Formulare ( zum Beispiel Ziele und Erfolge, Code-Tagebuch) herunterladen.

Das letzte Kapitel des Diätbuches widmet sich der „Grunddiät“ und liefert einige theoretische Grundlagen für eine schlank machende Ernährung, zwei Wochenpläne (1.400 kcal oder 1.600 kcal pro Tag) und Rezepte. Das Diätbuch bietet eine kleine Rezeptauswahl, im Internet unter Küchengötter gibt es mehr.

Um die Rezept-Auswahl für den individuellen Pfundstyp zu erleichtern, sind die Rezepte mit Bildsymbolen gekennzeichnet. Die fünf Rezepttypen sind: “Eiweißreich”, “Magenfüllend”, “Nachhaltig”, “Für unterwegs” und “zum Verwöhnen”.

Dauer der Diät

Es gibt keine festgelegte Diätdauer. Viel mehr sollen Stück für Stück kleine Veränderungen und neue Gewohnheiten in den Alltag integriert und dort vor allem verankert werden.

Wie lang das jeweils dauert hängt ganz von der individuellen Ausgangssituation und den gewünschten Zielen ab. Jemand auf den viele Pfundstypen und damit viele Codes zutreffen, wird etwas länger benötigen, bis er diese verinnerlicht hat.

Vor- und Nachteile

  • Fokus auf das Erlernen neuer Gewohnheiten
  • Langsame Umstellung, keine Überforderung
  • Gesunde Mischkost mit großer Rezeptvielfalt
  • Informative Webseite mit vielen Rezepten und Pfundstypen-Test
  • Keine schnellen, konkreten Diät-Tipps

Gewichtsverlust

Bei der Schlankheitscode Diät steht weniger der Gewichtsverlust in „Kiloform“ im Vordergrund, sondern eher das Antrainieren neuer Verhaltensmuster, um so langfristig eine Umstellung auf ein gesundes Ess- und Trinkverhalten, sowie einen gesünderen und nicht mehr dick machenden Lebensstil zu erzielen.

Kalorien / Punkte zählen

Kalorien oder Punkte zählen ist bei der Schlankheitscode Diät kein Hauptaugenmerk. Zwei Diätpläne im Buch geben einen Kaloriengehalt von 1.400 beziehungsweise 1.600 Kalorien pro Tag vor.

Die Frühstücksrezepte sowie Mittags- und Abend-Gerichte sind auf circa 400 Kalorien ausgerichtet, die Rezepte für Snacks und Zwischenmahlzeiten auf circa 200 Kalorien. Selbstverständlich muss, wenn man abnehmen möchte, weniger gegessen als verbraucht werden, doch das Buch legt den Fokus eher auf die Verhaltensänderung als auf das reine Kalorienzählen.

Sport & Bewegung

Sport wird im Buch erwähnt und ist zudem Bestandteil der empfohlenen Codes für die Pfundstypen, die ein Defizit an Bewegung und Fitness aufweisen wie zum Beispiel beim Pfundstyp „Faultier“.

Jedoch liegt der Fokus des Schlankheitscodes hauptsächlich auf der Änderung von Gewohnheiten und Verhaltensmustern und liefert keinen konkreten Fitness-Übungen, sondern eher allgemein gehaltene Tipps wie Empfehlungen für den Start eines 10 Wochen Walking Programms.

Zusätzliche Informationen

Nährstoff-Beurteilung

Die Rezepte zur Schlankheitscode Diät, mit der empfohlenen täglichen Kalorienmenge von mindestens 1.400 kcal, sind ausgewogen und versorgen den Körper auch über einen längeren Diätzeitraum hinweg mit allen essentiellen Nährstoffen.

Je nach Typ kann zwischen einer eiweiß- und einer kohlenhydratbetonten Kost ausgewählt werden. Die Rezepte, mit Ausnahme der Verwöhnrezepte, enthalten höchstens 25 Prozent Fett, die eiweißbetonten Rezepte höchstens 30 Prozent Fett. Bei den Fetten wird auf gesunde ungesättigte Fettsäuren Wert gelegt.

Beispieltag

  • Frühstück: Schnelles Beerenmüsli
  • Snack: 1 Scheibe Leinsamenmischbrot, belegt
  • Mittag: Vegetarische Moussaka
  • Snack: 1 Becher fettarmer Fruchtjoghurt
  • Abend: Erbsensuppe mit Würstchen

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Expertenfazit

Schlankheitscode Diät starten Das Prinzip, eine Diät an den individuellen Bedürfnissen auszurichten, ist eine hervorragende Idee und entspricht der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass nicht nur eine Ernährungsart für alle Menschen gleich geeignet ist.

Gut ist zudem, dass der „Schlankheitscode“ bei dem, in vielen anderen Diäten vernachlässigten, Punkt der Verhaltensänderung ansetzt. Und diese wird Schritt für Schritt durchgeführt und langsam gesteigert, um keinen Diätfrust aufkommen zu lassen und so keinen Diätabbruch zu riskieren. Maximal drei bis vier Veränderungen auf einmal werden empfohlen, damit man sich nicht selbst überfordert.

Alle, die schon mehrere frustrierende Diäterfahrungen hinter sich haben und sich wundern, warum es nie klappt, können mit dem Schlankheitscode langsam neue Verhaltensmuster antrainieren und lernen, den inneren Schweinehund endlich dauerhaft zu überwinden.

Wer jedoch nur ein paar Schlemmerkilos zu viel mit sich herumträgt, für den wird die Typologisierung der Pfundstypen zu langwierig und zu aufwendig sein.

Sehr positiv ist die dazugehörige, ausführliche und zudem kostenlos zugängliche Webseite. Das Angebot dort ist sogar so ausführlich, dass man das Diätbuch im Prinzip nicht erst vorab kaufen muss, um die Schlankheitscode Diät zu starten.

Die Rezepte sind einfach und mit geringem Aufwand zuzubereiten. Selbst wer sich nicht bewusst der Schlankheits-Code Diät unterziehen möchte, findet im Internet unter www.kuechengoetter.de viele praktische Rezepte, egal ob zum Abnehmen oder einfach nur, um gesund zu essen.