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Schönheitsoperation – noch immer ein Tabu!

An Piercings, Tattoos, ausgefallene Kleider und verrückte Frisuren sind wir gewöhnt. Schönheitsoperationen wie Brustvergößerung, Fettabsaugung oder Nasenkorrektur sorgen jedoch immer noch für Furore und gelten als Tabuthema.

Hat sie oder hat sie nicht? Das fragen sich viele Frauen wenn sie die faltenfreien Mittvierziger Stars wie Kylie Minogue, das tolle Dekoltee von Sarah Connor oder die schlanke Linie von Madonna im TV und in Zeitschriften präsentiert bekommen.

Klar ist, die Glamour- Welt der Stars kennt keine Schönheitsoperationen, obwohl die/der eine oder andere schon unter dem Messer lag. Aber es zugeben? Niemals!

Fragt man Meg Ryan & Co. nach ihrem jungen Aussehen und den immer voller werdenden Lippen, erhält man nur Antworten wie: Ich schlafe viel und treibe Sport. Das kaufen wir ihnen aber doch schon längst nicht mehr ab.

Während viele Stars nicht dazu stehen ist es auch in der Gesellschaft, bei Menschen wie Dir und mir, noch immer ein Tabu-Thema. Zwar gibt es einige Frauen, die auch stolz auf ihre neu geformte Brust oder ihren straffen Po nach einer Schönheitsoperation sind, doch die wenigsten hängen die Erfolge einer Brustvergrößerung oder Fettabsaugung an die große Glocke.

Wahrscheinlich aus Angst vor ihrem Umfeld. Viele haben Problemzonen, die ihnen den letzten Nerv rauben. Jahrelang Sport und Dauer-Diät und trotzdem tut sich an Po und Hüfte nichts? Da fängt fast jede Frau an, über eine Schönheits-OP nachzudenken.

Manche leiden sehr unter den Dellen an den Beinen oder zu kleinen oder unterschiedlich großen Brüsten. Das kann depressive Züge annehmen und das Leben negativ bestimmen. Wenn Menschen wegen eines Körperteils so verzweifeln und leiden, warum sollte dann nicht auch nachgeholfen werden?

Die kleinsten Veränderungen durch eine Schönheitsoperation rufen  den Betroffenen schon eine positivere Lebenseinstellung hervor. Bereits mit ein paar Zentimeter weniger Beinumfang durch eine Fettabsaugung, gewinnen viele Frauen enorm an Selbstbewusstsein.

Was dem Betrachter als unnötig gefährlicher Eingriff bei so wenig Wirkung erscheinen mag, kann für den Betroffenen ein Schritt zu mehr Lebensqualität sein. Wer im Umfeld eine Freundin oder einen Freund hat, der sich die Nase operieren oder die Brüste vergrößern ließ, der wird feststellen: Der Mensch ist nach der Schönheitsoperation häufig ein ganz anderer. Und das nicht nur äußerlich.

Die meisten überlegen sich vor eine Operation sehr gründlich was sie tun, lassen sich beraten und erwarten auch keine Wunder. Die abschreckenden Beispiele aus den Fernseh-Reportagen bilden nicht die Mehrheit derer, die einen ästhetischen Eingriff vornehmen lassen.

Wenn für die Eingriffe der Schönheitschirurgie etwas mehr Verständnis und Toleranz aufgebracht werden würde, wäre dieses Thema nicht mehr nur guter Quotenstoff für Fernsehreportagen à la „Was kann schief gehen“, sondern könnte mit Betroffenen und Ärzten diskutiert werden.

Respektieren wir also jede Art der Körpergestaltung, sei es durch Ringe im Gesicht, Tätowierungen auf dem Arm, verschiedene Kleidungsstile und eben auch durch Schönheitsoperationen, denn dann ist ein offener und informativer Austausch auch keine Hürde mehr.