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Schwaches Bindegewebe?

Bindegewebe ist ein weitläufiger Begriff für mehrere Gewerbetypen – die Abgrenzung erfolgt eher unscharf. Im engeren Sinne wird mit Bindegewebe die Zwischenzellflüssigkeit bezeichnet.
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Der menschliche Körper besteht aus 70 Prozent Bindegewebe. Alle Organe und Muskeln sind von Bindegewebe umzogen – es ist eine Art natürliche Schutzhülle. Bindegewebe übernimmt im Körper zahlreiche Eigenschaften. Oft wird sein Nutzen unterschätzt. Denn neben der eigentlichen Bindefunktion ist es ein ganzheitliches Regulierungssystem.

Bindegewebe bildet die Koordinationsstelle zwischen der Nährstoffversorgung und der Entsorgung von Abfallprodukten. Nährstoffe werden über die Nahrung aufgenommen und im Darm absorbiert. Hier gelangen sie in die Blutbahn und werden an die Organe herangeführt. Da die Organe über keine direkte Anbindung an den Blutkreislauf verfügen, sind sie auf das Bindegewebe angewiesen.

 

Bindegewebe dient als Filter und Transportmittel in unserem Körper

Über deren Zellflüssigkeiten gelangen die Nährstoffe schließlich an ihr Ziel. Das Prinzip funktioniert auch in umgekehrter Weise. Bei der Abführung von Schadstoffen nimmt das Bindegewebe diese auf und gibt es direkt an das Lymphsystem weiter. Auch die Übertragung von Nervenimpulsen könnte ohne die entsprechenden Gewebsflüssigkeiten nicht stattfinden. Wichtig ist hierbei die richtige Mineralsalzkonzentration innerhalb der Zellen.

Daneben ist das Bindegewebe ein wertvoller Wasserspeicher und Aktionsort der Abwehrmechanismen gegenüber Krankheitserregern. Sogar die Körpertemperatur wird über das Bindegewerbe reguliert.

 

Schwaches Bindegewebe: Cellulite & Co. trifft vor allem Frauen

Leider kann Bindegewebe auch unerwünschte Formen annehmen. Besonders bei Frauen macht sich ein schwaches Bindegewebe schnell bemerkbar. Denn ein schwaches Gewebe unterstreicht die ungeliebten Fettpölsterchen im besonderen Maße. Cellulite, wohl mit keinem anderen Wort verbinden Frauen so viele negativ behaftete Assoziationen.

Schon im Jugendalter versuchen sie mit allen Mitteln dagegen anzukämpfen. Dabei ist Cellulite keine Krankheit im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr ein optischer Schönheitsfehler. Dabei spielen zwei Faktoren beim ihrem Entstehen eine Rolle: Fetteinlagerungen und ein schwaches Bindegewebe.

Cellulite kann man nur vollständig bekämpfen, wenn man sich beiden Problemfeldern widmet. Neben einer gesunden Ernährung ist ein spezielles Sportprogramm unentbehrlich. Dabei sollte besonders bei einer Diät beachtet werden, dass die in einem gesunden Kontext erfolgt. Denn eine Radikaldiät kann unter Umständen sogar das Gegenteil bewirken.

Die Gefahr bei so genannten Crash-Diäten ist die einseitige Ernährung. Meist konzentriert sich die Ernährung nur auf ein Nahrungsmittel. Nicht alle Vitamine und Mineralien werden dadurch in einem ausreichenden Maße dem Organismus zugeführt. Aber gerade das Bindegewebe ist auf die Versorgung dieser Nährstoffe zwingend angewiesen.

Sport wirkt auf zweierlei Ebenen gegen Cellulite. Ein entsprechendes Ausdauertraining begünstigt den Abbau von Fettreserven – ein gezielte Krafttraining stärkt und stabilisiert das Bindegewebe.