Skinny Bitch Diät

Die Skinny Bitch Diät, auf Deutsch „Dünne Zicke“, ist eine streng vegane Diät. Bei der Skinny Bitch Diät gibt es viele Lebensmittel die nicht gegessen werden dürfen damit man abnehmen kann. Das kannn zuvor nette Zeitgenossen, spätestens während oder nach dieser Diät zur unausstehlichen Zicke mutieren lassen – daher der Name. Verboten sind alle tierischen Lebensmittel, deswegen spart man auch viele Kalorien ein. Kein Fisch, kein Fleisch, keine Eier, kein Käse. Milch und Joghurt werden durch Sojaerzeugnisse ersetzt. Genussmittel wie Koffein, Alkohol und Zigaretten sind ebenfalls streng verboten.

Gesamtbewertung

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Wirkung/schneller Erfolg

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kein Hungergefühl

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Einfach durchzuhalten

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Einfach zu verstehen

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wenig Einschränkungen

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zum Auswärtsessen geeignet

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gesundheitlich bedenklich

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Herkunft der Diät

Die Autorinnen des Buches und die Entwickler der Skinny Bitch Diät sind die beiden besten Freundinnen Rory Freedman und Kim Barnouin, die sich 1996 in einer Model Talentagentur kennen lernten und beide in der Stars & Sternchen Metropole Los Angeles leben. In ihrem 2005 erschienen Diätbuch teilen die Beiden dem Rest der Welt ihre autodidaktisch erlernten Erkenntnisse rund um eine gesunde Ernährung mit. Die Autorinnen schrieben dieses Buch für alle Frauen, die „…aufhören wollen Müll zu essen und anfangen wollen fabelhaft auszusehen“.

Die Ernährung im Detail

Skinny Bitch Diät starten In den amerikanischen Bestsellerlisten landete das Skinny Bitch Diätbuch, nach dem Victoria Beckham alias Posh Spice das Buch in der trendigen Kitson Boutique in Hollywood durchblätterte und dabei von Papparazzis fotografiert wurde. Auch teils als zickig bekannten Promis wie Natalie Portman und Pamela Anderson sollen Fans der Skinny Bitch Diät sein.

Der Ton des Diätbuchs ist bewusst sehr direkt gewählt: Manchmal so, als ob die beste Freundin einen nach ein bis zwei Cocktails offen mit der unverblümten Wahrheit konfrontiert. Ein Feldwebel-Ton der den Weg weist.

Bei der Skinny Bitch Diät geht es nicht darum sich herunter zu hungern, anders als der Titel vielleicht vermuten lässt. Es soll ein gesunder, veganer Lebensstil, ohne Fast Food und verarbeitete Lebensmittel sein. Wer die Regeln der Diät befolgt soll sich bald fabelhaft fühlen und klasse aussehen.

Eine „Skinny Bitch“ soll nach Aussage der Autorinnen: das Essen genießen, gesund und ausgewogen essen und als Ergebnis daraus ihren Körper lieben. Für die Autorinnen heißt das vereinfacht: Wer sich ungesund ernährt ist dick und wer sich gesund ernährt ist, beziehungsweise wird, schlank.

Zu einem gesunden Lebensstil gehört bei der Skinny Bitch Diät in erster Linie der Verzicht auf alle Laster und Gifte wie Nikotin, Alkohol, Zucker, tierische Fette und Kaffee. Dem Kaffeeverbot liegt folgende Theorie zu Grunde: Kaffee regt angeblich die Produktion von Fettzellen im Körper an. Die Fettzellen nutzt der Körper, um Organe vor der Säure des Kaffees schützen. Als Alkohol ist lediglich, dann aber in Maßen, Bio-Wein erlaubt.

Kohlenhydrate aus dem vollen Korn stehen auf dem Speiseplan der Skinny Bitch Diät ganz oben: Kartoffeln, brauner Reis, Vollkorn-Nudeln und gelegentlich auch Kuchen, Kekse und Muffins, natürlich aus Vollkornmehl. Aber alles nur ohne zugesetzten raffinierten Zucker und ohne künstliche Süßstoffe. Statt mit Zucker oder künstlichen Süßstoffen darf aber mit Obstsaft, Rohrzucker, braunem Reissirup, Melasse, Rübenzucker oder Ahornsirup gesüßt werden.

Im Gegenzug zu den erlaubten Kohlenhydraten sind Milch- und Käseprodukte, Fisch, Eier und Fleisch tabu. Fleisch wird von den Autorinnen als „verrotteter Tierkadaver’“, Zucker als „Teufel“ und Milch als „gesundheitsschädlich“ bezeichnet.

Also eine strikt vegane Ernährung, so dass das Skinny Bitch Diätbuch von der Tierschutzorganisation PETA empfohlen wird. Zudem wir großer Wert auf Produkte aus biologischem Anbau gelegt. Als Eiweißquellen dienen Hülsenfrüchte, Nüsse und Sojaprodukte wie Tofu während der Skinny Bitch Diät.

Das Frühstück startet die Skinny Bitch am besten mit einer Tasse Biokräutertee und Obst. Wem Obst zur Sättigung nicht ausreicht, der darf zu Haferflocken, Haferkleie, Müsli, Räuchertofu, Reismilch, Sojagetränken, Soja-Joghurt, Sojamilch, Tofu-Würstchen oder Vollkorn-Cornflakes greifen.

Mittags gibt es Bio-Blattsalat mit Rohkost oder Gemüse, vegane Brotsorten, Erdnussmuss, Gemüseburger, Veggie-Chili oder Soja-Bratlinge. Auch am Abens wird vegan gegessen, zum Beispiel Nudeln oder Tortellini mit Gemüse, Reisnudeln, veganes Gyros oder vegane Hamburger.

Kleine süße Sünden wie milchfreie Sorbets, Dinkel-Brezeln, Soja-Eis, Reiswaffeln mit Schoko-Haselnuss-Füllung oder Bio-Cracker sind ab und an erlaubt.

Bei der Skinny Bitch Diät sollte hauptsächlich Wasser getrunken werden. Pur und möglichst 2 Liter pro Tag. Limonaden und andere zuckerhaltige Getränke sind tabu. Statt dem verpönten Kaffee darf man Biokräutertee trinken. Ein weiterer Grundgedanke, der sich durch das Diätbuch zieht, ist: Nur dann essen, wenn man wirklich Hunger verspürt.

Dauer der Diät

Die Skinny Bitch Diät versteht sich nicht nur als Diät für einen zeitlich begrenzten Zeitraum, sondern als grundlegende Umstellung auf einen veganen Lebensstil ohne Alkohol, Nikotin und Kaffee und mit biologisch angebauten Lebensmitteln.

Vor- und Nachteile

  • Unverkrampfte, direkte Ansprache: „Jammer nicht, fang an…“
  • Für Vegetarier und Veganer gut geeignet
  • Viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte (ballaststoffreich)
  • Fokus auf qualitativ hochwertige Lebensmittel
  • Nichts für alle, die ab und an Fleisch, Käse oder Fisch brauchen
  • Einige Aussagen wissenschaftlich nicht haltbar (Kaffeeverbot)
  • Zu gering fokussiert auf Portionsgrößen
  • Kann zu Nährstoffmängeln führen (Eiweiß, Vitamin B)

Gewichtsverlust

Eine konkrete Angabe zum Gewichtsverlust wird nicht gemacht. Grundsätzlich hängt die erzielte Gewichtsreduktion auch bei der Skinny Bitch Diät davon ab, wie hoch die täglich verzehrte Kaloriemenge ist. Im Skinny Bitch Diätbuch werden lediglich erlaubte bzw. nicht erlaubte Lebensmittel sowie Rezepte vorgegeben. Ein konkreter Diätplan ist nicht Bestandteil des Buches.

Kalorien / Punkte zählen

Kalorien werden bei der Skinny Bitch Diät nicht gezählt. Der Fokus liegt auf veganen Lebensmitteln, möglichst aus biologischem Anbau.

Sport & Bewegung

Sport kommt im Buch der Skinny Bitch Diät zu kurz vor. Es wird nur empfohlen, an fünf Tagen pro Woche mindestens 20 Minuten Sport zu treiben. Der Fokus der Skinny Bitch Diät liegt ausschließlich auf der Ernährung.

Zusätzliche Informationen

Nährstoff-Beurteilung

Die Skinny Bitch Diät ist eine kohlenhydratreiche, vegane Ernährung. Damit verbunden kann es zu Defiziten bei der Zufuhr von Kalzium, Eisen, Zink und Vitamin B12 kommen. Es werden keinerlei tierische Fette oder Eiweiße verzehrt. Um die Versorgung mit genügend Eiweiß und B Vitaminen sicher zu stellen, muss darauf geachtet werden, ausreichend eiweißhaltige Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Sojaprodukte oder Nüsse zu essen.

Zudem muss darauf geachtet werden, dass der Körper mit genügend hochwertigen pflanzlichen Fetten versorgt wird. Einige Aussagen in dem Diätbuch wie, Käse sei, wie alle Milchprodukte, nicht für den menschlichen Verzehr geeignet und Obst wird nur verdaut, wenn es allein gegessen wird (Idee stammt aus der Fit for Life Diät), sind wissenschaftlich unhaltbar.

Beispieltag

  • Frühstück: Obst (Mango, Banane, Kiwi) mit Soja-Joghurt
  • Snack: Vollkorn-Cranberry-Muffin
  • Mittag: Vollwert-Pasta mit Tomaten
  • Snack: Guacamole mit Bio Mais-Chips
  • Abend: Pasta mit Zucchini, Tomaten und Pinienkernen

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Expertenfazit

Skinny Bitch Diät startenDas Neueste an dem Skinny Bitch Diätbuch ist sicher der recht unkonventionelle und flapsige Stil der Autorinnen, mit dem sie ihre Leser ansprechen. Gut ist, dass die Beiden keine Wunder versprechen, sondern klar machen, dass der Weg zu einer schlanken und gesunden Figur nur über eine konsequente, bewusste und zum Teil auch durch Verzicht geprägte Ernährung funktioniert.

Die Autorinnen proklamieren eine strikt vegane Ernährungsweise – Anti-Milch und Anti-Low-Carb. Insofern ist die Skinny Bitch Diät schon mal grundsätzlich nur für alle diejenigen geeignet, die sich bereits vegan ernähren oder vorhaben, ihre Ernährung dahingehend umzustellen.

Grundsätzlich kann man mit jeder kalorienreduzierten Diät abnehmen. Man muss sich „nur“ konsequent an die Regeln halten und weniger Kalorien zu sich nehmen, als der Körper benötigt. Die strikt vegane Ernährung der Skinny Bitch Diät wird jedoch nicht für alle Frauen auf Dauer leicht durchzuhalten sein.

Das die Autorinnen Milch verteufeln, kann man eventuell noch nachvollziehen. Aber warum auch andere, für den Körper in Punkto Nährstoffgehalt äußert wertvolle Milchprodukte, wie Quark, Joghurt oder Käse auf der Negativliste stehen, ist nicht verständlich.

Auch mageres Fleisch und Fisch sind durchaus wertvolle Nährstofflieferanten, werden aber aus ethischen Gründen von den Autorinnen abgelehnt. Algen und Sojaprodukte stehen dagegen beispielsweise auf der Positivliste, obwohl auch diese Lebensmittel in letzter Zeit nicht immer ökologisch komplett einwandfrei waren.

Wer nur schnell ein paar Kilos Winter- oder Urlaubsspeck verlieren will, ist mit der Skinny Bitch Diät nicht gut beraten, da es sich hier nicht um eine Diät zum schnellen Abnehmen, sondern eher um eine grundsätzliche Umstellung auf eine vegane Lebensweise handelt.

Gut an der Skinny Bitch Diät ist, dass die Autorinnen den Fokus auf eine gesündere und bewusstere Lebensmittelauswahl lenken. Denn Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Pestizide, Antibiotika und Hormone haben im Rahmen einer gesunden Ernährung wenig zu suchen. Dabei muss man nicht immer nur zu Bio-Produkten greifen. Aber weniger Fast-Food und weniger verarbeitete Lebensmittel, ohne deren viele künstliche Zusatzstoffe, sind ein richtiger Schritt in Richtung gesunde Figur.

Der starke Fokus des Buches auf ethisch-moralischen Maßstäben ist Geschmackssache. Überzeugte Veganer wird er ansprechen, allen anderen aber zu radikal sein.