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So ermittelst Du Dein Herzinfarktrisiko

Herzinfarkt und Schlaganfall sind bei uns weit verbreitet: Jährlich ereignen sich rund 165.00 Schlaganfälle in Deutschland, wovon 66.000 der Betroffenen innerhalb eines Jahres sterben und viele Schlaganfallpatienten pflegebedürftig werden.


Darum sollte man nicht warten, bis einen ein Schlaganfall oder Herzinfarkt aus heiterem Himmel trifft, sondern sollte sein persönliches Risiko anhand folgender Parameter testen:

Herzinfarkt Parameter: Homocysteinspiegel

Der Homocysteinspiegel im Blut kann wichtige Hinweise für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen geben. Homocystein ist ein Zwischenprodukt im Stoffwechsel. Es wird in fast allen Zellen bei vielen Um- und Abbauvorgängen gebildet, hat keine eigene Funktion im Körper und wird weiter verstoffwechselt. Dafür braucht der Körper Vitamin B6, B12 und Folsäure.

Homocystein-triglyceride-checkliste-herzinfarkt|iStockphoto.com/dlerick|www.istockphoto.com/stock-photo-5101104-lab-report-for-cholesterol-with-pencil.phpFehlen diese Vitamine, lagert sich Homocystein in den Zellen an, schädigt so unter anderem die Gefäßwände und wird damit zum Risikofaktor für die Entstehung von Alzheimer, Schlaganfall und Herzinfarkt.

Euer Arzt kann die Homocystein-Konzentration im Blut messen. Bei erhöhten Homocysteinwerten ist eine Ernährung mit viel Vitamin-B und Folsäure, gegebenenfalls auch der Einsatz von konzentrierten Vitaminpräparaten mit Vitamin B und Folsäure, empfehlenswert.

Folsäurehaltige Lebensmittel sind grüne Blattgemüse wie Spinat oder Grünkohl. Als kleine Eselsbrücke: Folsäure stammt vom Wort Folia, was so viel wie Blatt bedeutet. Weil Folsäure licht- und hitzeempfindlich ist, sollte das Gemüse frisch gegessen oder nur kurz blanchiert werden. Vollkorngetreideprodukte versorgen euch mit Vitamin B6, tierische Lebensmittel mit Vitamin B12.

 

Herzinfarkt Parameter: Triglyceride

Erhöhte Triglyceridwerte im Blut bedeuten ein weiteres Risiko für Herzinfarkt. Bedingt sind sie meist durch Übergewicht, fettige und zu süße Ernährung, zuviel Alkohol und Diabetes Typ 2.

Triglyceriden sind Fette, die in vielen tierischen und pflanzlichen Produkten vorkommen und für uns eine wichtige Energiequelle sind. Unser Körper kann Triglyceriden sogar selber aus überschüssigen Kohlenhydraten bilden. Isst man zu fett oder zu süß, steigen die Triglyceridwerte und der Körper lagert die überflüssigen Triglyceride im Körperfett ein.

Studien zeigten ein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko bei erhöhten Triglyceridwerte, besonders bei gleichzeitig erhöhten Cholesterinwerten. Optimal sind Werte von unter 150 mg/dl. Bei Werten über 200 mg/dl sollte dringend auf Alkohol und Zucker verzichtet, und die Ernährung umgestellt werden.

Gesättigte Fette sollten zugunsten ungesättigter Fette ersetzt werden. Ideal sind die herzgesunden Omega-3-Fettsäuren aus Fisch und Nüssen. Wer übergewichtig ist, sollte außerdem abnehmen, um die Triglyceridwerte zu senken.

Hilft ein gesunder Lebensstil, mit viel Bewegungen und ausgewogener Ernährung sowie die Gewichtsreduzierung nicht, dann behandelt der Arzt erhöhte Triglyceridwerte mit Blutfett senkenden Medikamenten.

 

Herzinfarkt Parameter: Protein hs-CRP

Zu guter letzt ist auch das Eiweiß "hs-CRP" ein Warnsignal für ein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko. Kommt es im Körper zu Infekten mit anschließender Entzündung, zeigt er dies durch Signalstoffe, so genannte Gewebehormone, an.

Als Reaktion bildet die Leber das hoch-sensitive c-reaktive Protein (hs-CRP). Es markiert die unerwünschten Substanzen wie beispielsweise Viren und Bakterien. Die anderen Immunzellen erkennen die Markierung und entfernen die „Eindringlinge“ aus dem Blut. Liegt im Blut ein Anstieg von hs-CRP vor, so ist dies ein Hinweis darauf, dass eine Entzündung, Infektion oder bösartige Erkrankung vorliegt.

Wie zum Beispiel eine Arteriosklerose. Bei einer Arteriosklerose sind die Innenwände der Blutgefäße entzündet und es bilden gefährliche Ablagerungen in der Blutgefäßwand, so genannte Plaques. Diese können Herzinfarkt, Schlaganfall und Herz-Kreislauf- Erkrankungen verursachen.

Wird der hs-CRP Wert regelmäßig gemessen, können Entzündungen im Körper frühzeitig erkannt werden. Gesunde Menschen haben einen hs-CRP Serumwert von unter 0,6 mg/l. Als kritischer Grenzwert gelten 1,0 mg/l: Das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall ist dann wesentlich erhöht. Wer jährlich sein hs-CRP beim Check-Up bestimmen lässt, kann ein eventuelles Herzinfarkt-Risiko erkennen und dem dann bewusst vorbeugen.

Mehr Informationen zu Schlaganfall und Herzinfarkt sowie eine Liste der Stroke Units, spezialisierte Schlaganfallstationen in Krankenhäusern, für den Notfall findet ihr bei der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft.