Aerober Stoffwechsel


Aerober Stoffwechsel, was ist das? Der aerobe Stoffwechsel beschreibt eine Form des Energiestoffwechsels. Unser Körper braucht ständig Energie. Um diese Energie zu bekommen, ist er gezwungen, Energieträger abzubauen. Dabei bedient sich unserer Körper verschiedener Wege – der aerobe Stoffwechsel ist ein Weg.

Als „aerob“ bezeichnet man Lebensformen, die zum Leben auf Sauerstoff angewiesen sind. Der aerobe Stoffwechsel charakterisiert die Oxidation von Kohlenhydraten. Unter der Bezugnahme von Sauerstoff werden Kohlenhydrate in Energie umgewandelt. Um die Oxidation zu realisieren, sind bestimmte Voraussetzungen notwendig.

Eine wichtige Größe ist die Art der energetischen Anforderung, oder anders ausgedrückt: Wie hoch oder stark ist die körperliche Belastung. Eine moderate und lang andauernde Belastung ist wie geschaffen für die Aktivierung des aeroben Stoffwechsels. Solange der Organismus ausreichend Sauerstoff aufnehmen kann, ist er in der Lage, diese Form der Energiebereitstellung zu beanspruchen. Das Gegenstück des aeroben Stoffwechsels ist der anaerobe Stoffwechsel. Im Vergleich zum aeroben Stoffwechsel spaltet der Kohlenhydrate ohne Zunahme von Sauerstoff.


Aerober Stoffwechsel effektiver als anaerober


Bei der Spaltung von Kohlenhydraten entsteht als Abfallprodukt Milchsäure. Wenn die Belastung unter den gleichen Vorzeichen andauert, steigt die Konzentration der Milchsäure in der Zelle an. Die Folge ist eine verminderte Leistungsfähigkeit der Zelle. Ein Beispiel: Wenn wir eine gewisse Laufstrecke in maximalen Tempo zurücklegen, können wir die Geschwindigkeit nur für wenige Sekunden aufrechterhalten. Irgendwann verlassen uns die Kräfte – der Muskel ermüdet.

Anders liegen die Dinge beim aeroben Stoffwechsel. Wenn wir das Tempo langsam wählen und ausreichend Sauerstoff inhalieren, stehen die Chancen gut, dass wir eine lange Wegstrecke hinter uns bringen. Hie leistet der aerobe Stoffwechsel ganze Arbeit. Das schöne daran: Am aeroben Stoffwechsel ist unmittelbar der Fettstoffwechsel beteiligt. Er verbrennt Fettsäuren und führt die entstehenden Stoffwechselendprodukte in den aeroben Stoffwechsel. Das erklärt die Tatsache, dass Menschen, die abnehmen möchten, ein leichtes Ausdauertraining empfohlen wird. Denn diese energetischen Anforderungen schaffen beste Bedingung für die Stimulation des Fettstoffwechsels.

Fazit: Wenn die sportliche Belastung kurz und intensiv ist, spaltet der Körper Kohlenhydrate, um schnell Energie zu bekommen – das bezeichnet man als anaeroben Stoffwechsel. Wenn die energetischen Anforderungen der sportlichen Betätigung lange andauern und von niedriger Intensität sind, oxydiert der Körper die Kohlenhydrate, um seinen Energiebedarf zu decken – das ist der aerobe Stoffwechsel. Übrigens ist der aerobe Stoffwechsel wesentlich effektiver. Aus der gleichen Ausgangsmenge kann der Körper die 18fache Energiemenge gewinnen, wenn er den aeroben Weg dem anaeroben Stoffwechsel vorzieht.


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