Herzfrequenz und Kalorienverbrauch


Grundsätzlich kann man sagen, dass der Kalorienverbrauch von der Herzfrequenz abhängt. Je schneller das Herz schlägt, um so höher ist auch der Kalorienverbrauch. Allerdings gibt es verschiedene Auslöser, die die Herzfrequenz anheben können. So ist es nicht immer nur die sportliche Belastung, die das Herz schneller schlagen lässt.

Auch bei Flucht- und Stressreaktionen passen wir unseren Herzschlag den veränderten Situationen an. Hormone werden ausgeschüttet, Körperfunktionen hochgefahren – der Körper befindet sich dann in absoluter Alarmbereitschaft. Dafür benötigt er gut durchblutetet Muskeln – nur möglich mit einer gesteigerten Herzfrequenz. Natürlich steigert sich bei diesen Vorgängen auch der Kalorienverbrauch – allerdings in einem geringeren Maße als beim Sport.

Wer jetzt aber glaubt, die Schlagzahl erhöhen zu müssen, um mehr abnehmen zu können, muss enttäuscht werden. Denn die Energiegewinnung des Körpers richtet sich nach der Form der körperlichen Belastung. Benötigt der Körper in einer kurzen Zeit viel Energie, greift er auf die Kohlenhydrate zurück. Aus diesen Energieträgern kann er relativ schnell eine große Menge an Energie aufspalten.

 

Herzfrequenz zum Abnehmen


In der Regel sind solche Belastungsformen durch ein hohe Herzfrequenz charakterisiert. Das heißt im Umkehrschluss: Hohe Herzfrequenz, hoher Kalorienverbrauch und vermehrte Spaltung von Kohlenhydraten. Da der Körper in diesen Pulsbereichen seine Energie nur aus Kohlenhydraten gewinnt, ist hier die Chance abnehmen zu können äußerst gering.

Wer abnehmen möchte, sollte während des Sports in niedrigeren Pulsbereichen trainieren. Was aber ist ein niedriger Pulsbereich? Als Faustregel gilt eine ausreichende Sauerstoffzufuhr. Wenn man noch problemlos nebenbei reden kann, befindet man sich in einem optimalen Pulsbereich.

Der Körper benötigt den Sauerstoff, um Fette zu verbrennen. Besitzt die körperliche Anforderung also ein niedriges energetisches Niveau, ist Weg frei für die Fettverbrennung. Welchen Weg der Energiegewinnung der Körper wählt, hängt von der Art der körperlichen Belastung ab. Das Interessante: Obwohl der Organismus in einem hohen Pulsbereich pro Zeiteinheit einen höheren Kalorienverbrauch aufweist als im Niedrig-Puls-Bereich, nimmt man trotzdem weniger ab.

Im hohen Pulsbereich nutzt der Körper Kohlenhydrate – die findet er zum größten Teil in der zugeführten Nahrung. In einem niedrigen Pulsbereich schöpft er die Energie aus den Fettreserven des Körpers – was das Abnehmen stark begünstigt. Fazit: Ein hohe Herzfrequenz bedeutet zwar einen höheren Kalorienverbrauch – muss aber nicht zwangsläufig mit einer Gewichtsreduzierung einhergehen. Entscheidend ist, in welchem Pulsbereich wir trainieren.


Deine Bewertung: Nichts Durchschnitt: 3 (2 Stimmen)
Kommentare (0)
Share/Save

Dein Name*:
E-Mail *:
Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
* Dieses Feld wird benötigt.
Antwort:
Über Änderungen informieren.