Laufen im Herbst und Winter
Vor der Tür tobt der Sturm, es regnet, schneit und ist kalt. Ein richtiger Läufer oder Walker stört sich daran nicht. Doch wenn es Dein erster "Lauf"-Winter ist, so solltest Du Dich gut vorbereiten. So macht Laufen und Walking auch in der kalten Jahreszeit Spaß.
Gerade jetzt, wenn Gans und Klöße Saison haben, sollte man die Bewegung an der frischen Luft nicht vernachlässigen. Wer im Sommer oder Frühjahr den
Laufsport für sich entdeckt hat, sollte jetzt nicht die Lust verlieren. Nach einer Umstellungsphase und mit der richtigen Ausrüstung, kann es auch von November bis März, im
Winter, mit dem
Laufen weiter gehen.
Man sollte dem schlechten Wetter, das manchmal gar nicht so schlimm ist, den Kampf ansagen.
Am besten mit einem festen Trainingsplan und den richtigen Klamotten. Trainingsplan deshalb, weil man feste Termine eher einhält. Wenn es Dich im Sommer noch jeden zweiten Tag rauszog, beginnt im Winter der tägliche Kampf gegen den inneren
Schweinehund.
1) Training als Termin einplanen
Dienstag, Donnerstag und Samstag oder Montag, Mittwoch und Sonntag: Mach Dir feste Termin im Kalender, drei Tage die Woche, an denen Du am Morgen oder Abend die
Laufschuhe anziehst. Das Abhaken dieser Termine motiviert und die Trainingseinheiten lassen sich durch "zu viel zu tun" schwerer aus dem Gedächtnis streichen.
2) Sicherheit geht vor
Ob Stadt oder Land: Sicherheit beim Laufen im Winter ist das A und O. Wer in der Stadt joggt, sollte sich mit Zusatzbeleuchtung ausstatten. Das mag am Anfang komisch sein, aber es ist sicherer, wenn ihr Straßen überquert oder neben dem Radweg unterwegs seid. In Parks und dunklen Straßen beleuchten sie außerdem den Weg und man stolpert nicht über Wurzeln und Unebenheiten. Neben der Beleuchtung sollten Neon-Streifen an Jacken und Hosen Pflicht sein.
Frauen, aber auch Männer, sollten in Parks oder im Wald nicht allein joggen: Sucht euch einen Laufpartner. Er oder sie müssen ja nicht unbedingt joggen, sondern können euch auch mit dem Rad oder mit Inline Skates begleiten. In der Dunkelheit allein entlang verlassener Wege zu laufen, lässt den
Puls nur unnötig ansteigen.
3) Gut verpackt, schon ist es wie im Frühling
Die Zeit der Shorts ist vorbei.
Wer jetzt weiter Joggen will, sollte sich etwas wärmer anziehen. Das heißt nicht, dass man wie ein Michelin-Männlein durch die Straßen hetzen soll: Funktionswäsche, Fleece, wasserabweisende Jacken und Thermohosen halten den Jogger warm, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken.
Ab 5 bis 2 °C sollte man neben einer wärmenden Thermo-Hose und einer wasserdichten Windjacke auch zu Stirnband, Mütze und Handschuh greifen. Hier empfiehlt es sich, auf leichte, schweißabsorbierende Stoffe zurückzugreifen. Wollmützen lassen den Kopf buchstäblich "heiß laufen". Wenn es richtig kalt ist, also unter 0°C, dann ist Thermounterwäsche eine gute Wahl. Wer sie einmal trägt, will sie nie wieder missen.
4) Bei Krankheit hört der Spaß auf
Husten, Schnupfen, Grippe oder Schlimmeres verordnen Dir Laufverbot! Es bringt nichts, mit Kratzen im Hals den Körper noch weiter zu schwächen, indem man in der Kälte joggen geht. Wer eine drohende
Erkältung spürt, der sollte lieber einen ausgedehnten Spaziergang machen, statt zu schwitzen. Das Immunsystem wird durch
Sport im Freien zwar gestärkt, aber eben nur vor der Infektion und nicht danach.
5) Zähne zusammenbeißen
Wer mal keine Lust hat, der beschwichtigt sich selbst damit, dass die warme Dusche nach dem Laufen die wohl größte Belohnung ist. Fangt langsam an und zieht euch am Anfang nicht zu warm an, auch hier ist Zwiebel-Taktik angesagt: Dünnere Schichten Kleidung übereinander, die ihr notfalls auch ausziehen und um die Hüfte binden könnt.
Wenn das Termometer unter -5°C fällt, dann solltet ihr einen Gang zurückschalten. Denn die eiskalte Luft soll nicht in den Lungen schmerzen, das Joggen soll immer noch gesund bleiben und Spaß machen. Bei extremen Minustemperaturen unter -10° sollte man nicht zu lang und zu schnell laufen.
Hier noch mehr Tipps zur richtigen Ausrüstung beim Joggen im Winter.
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Autor:
Claudia verfasst am 20.11.2009 10:17
Claudia ist begeisterte Freizeitsportlerin und seit ihrer eigenen Diät, bei der sie ganze 25 Kilo verlor, bestens über Diäten, Abnehm-Methoden und Fitness informiert. Nach ihrer Schwangerschft versucht sie nun Sport, Job und Kind unter einen Hut zu bekommen - was manchmal nicht so einfach ist.