Fit im Büro: Mehr Bewegung im Alltag
Was haben ein Langstreckenflug und Büroarbeit gemeinsam? Beide sind verantwortlich für Blutgerinnsel in den Venen, auch Thrombose genannt. Der Unterschied: Man fliegt wohl kaum 5-mal die Woche länger als 7 Stunden.
Im Büro dagegen ist man jeden Tag und manchmal auch länger als 8 Stunden. Eine Studie den neuseeländischen Medical Research Institute machte in ihren Studien die erschreckende Erkenntnis, dass Büroangestellte einem sehr hohen Thromboserisikoausgesetzt sind – ähnlich wie Viel-Flieger. Sitzen ist allgemein schlecht für unsere Beine, denn die geringe Durchblutung durch die fehlende Muskelarbeit in den Beinen fördert
die Bildung von schmerzhaften Krampfadern und entzündeten Venen.
Was kann man tun?
Kompressionsstrümpfe tragen? Wenn man sich nicht ausreichend bewegt ist dies die einzige Alternative. Wer auf die Liebestöter verzichten will, sollte sich mindestens einmal die Stunde bewegen. Hier ein paar Tipps um mehr
Bewegung in den Büroalltag zu bringen:
Jede Stunde ein Glas Wasser holen
Eine Wasserflasche in einem anderen Raum oder in der Teeküche der Etage deponieren. Einmal in der Stunde sollte man losgehen und sein Glas befüllen. Der Vorteil: Man trinkt ausreichend und hat
Bewegung. Zusätzlich muss man dann auch noch den regelmäßigen Gang aufs stille Örtchen antreten.
Mittags raus und bewegen!
Mittags sollte man vor die Tür, egal bei welchem Wetter. Entweder holt man sich einen
Snack oder spaziert einfach nur um den Block. Man sollte sich die mittägliche Runde zur Gewohnheit machen, Freunde treffen oder, wer die Möglichkeit hat, einen Stopp im Fitnessstudio einlegen bzw. eine Runde
Joggen.
Beinarbeit unter dem Schreibtisch
Kein noch so ergonomisch geformter High-Tech Stuhl ersetzt diese
Beinübung: Einfach Beine unter dem Tisch anziehen und gerade strecken, dieses Strecken 2-3 Sekunden halten. Jede Stunde 3 mal 10 dieser Bewegungen fördert die Durchblutung und sorgt für ein bisschen Muskelarbeit.
Sitzposition im Büro wechseln
Wer viel sitzt, sollte wenigstens etwas Abwechslung in die Sitzposition bringen. Ein Schneidersitz, auf dem linken Bein sitzen, auf dem rechten Bein sitzen, zurück lehnen,…
Wer öfter mal die Sitzposition wechselt hält die
Muskeln in Spannung. Nicht nur die Beine, auch der gesamte Oberkörper kann so bewegt werden. Wer zudem an Rücken- und Nackenschmerzen leidet sollte ab und zu die Hand zur Mausbedienung wechseln. Die einseitige Anspannung eines Arms ist nicht gut für unsere Kapuzenmuskel und verursacht Verspannungen.
Ein guter Stuhl muss her
Ein absolutes Muss für gute Haltung und die optimale Durchblutung der Beine ist ein guter Stuhl. Es muss nicht das ultra teure Topmodel sein. Es reicht auch ein normaler, ergonomisch geformter Stuhl auf dem man einfach bequem sitzt.
Die Beine sollten im 90° Winkel auf dem Boden stehen können ohne dass der Oberschenkel zu stark auf die Sitzfläche gedrückt wird, denn das hindert den Blutfluss in die Beine und wieder zurück. Wer genug Platz hat sollte immer mal zwischen einem Sitzball und einem normalen Stuhl wechseln. Auf einem Sitzball kann man auch mal mit der
Hüfte kreisen und wird sanft zu einer geraden Sitzhaltung gezwungen.
Rücken gerade halten
Eine leicht zurück gelehnte oder vorgebeugte Haltung belastet die Wirbelsäule geringer als das oft propagierte, aufrechte Sitzen. Die Bandscheiben werden am wenigsten belastet wenn sich der Oberkörper bei Sitzen im 135° Winkel zu den Beinen befindet. Dabei ist auch die
Durchblutung zwischen Oberkörper und Beinen besser, als bei einer starren 90° Sitzposition.
Sport davor, danach und dazwischen auch
Klar, nicht jeder kann oder will vor der Arbeit Joggen gehen, in der Mittagspause das „
Terraband“ rausholen und nach der Arbeit am besten noch zum Rückentraining. Dennoch gilt: Wer die Freizeit nicht bewegungsreich gestaltet, wird später garantiert an Schmerzen leiden, sei es in den Beinen, den
Bandscheiben oder dem Nacken.
Für Büroangestellte ist Sport einfach unumgänglich. Wer sich etwas Gutes tun will, sollte sich Gymnastikübungen für zu Hause beibringen (Bücher und DVD’s gibt es dazu zahlreiche) oder sich in einem
Fitness-Studio anmelden. Auch gut: Yoga
- oder
Pilateskurse in der Volkshochschule.
Immer schön beweglich bleiben, lautet das Motto im Büro. Wer mehr
Bewegung in den Alltag einbaut wird sich schnell über entspannte Nackenmuskeln freuen und vermeidet die typischen „schweren Beine“.
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Autor:
Claudia verfasst am 27.06.2008 17:31
Claudia ist begeisterte Freizeitsportlerin und seit ihrer eigenen Diät, bei der sie ganze 25 Kilo verlor, bestens über Diäten, Abnehm-Methoden und Fitness informiert. Nach ihrer Schwangerschft versucht sie nun Sport, Job und Kind unter einen Hut zu bekommen - was manchmal nicht so einfach ist.