Sitzball: gut für den Rücken


Was ist ein Sitzball? Ein Sitzball ist nichts anderes als ein Gymnastikball, der zum Sitzen verwendet wird. Allerdings gibt es laut Hersteller doch einen Unterschied zwischen Sitzball und Gymnastikball.

In der Regel ist ein Sitzball nicht so elastisch und daher dämpft er besser die Schwingungen. Ein Sitzball wird von vielen Menschen gern belächelt, solange, bis sie sich selbst mit Rückenproblemen herum plagen. Der Vorteil bei dieser Art sitzen: Man ist ständig in Bewegung und muss die Körperposition ausgleichen. Nun läuft das in der Regel unterbewusst ab.

Der Körper ist bestrebt die zentrale Achse zu halten und aktiviert die nötigen Muskeln, um diesen Akt der Balance herzustellen. Besonders die Rückenmuskeln müssen hier ganze Arbeit leisten und sind ständig in Aktion. Mit der Zeit passt sich unserer Körper dieser Belastung an und entwickelt ein stabiles Muskelkorsett, welches uns dann vor Rückenproblemen schützt.

Wie lange soll oder muss ich auf einem Sitzball sitzen, damit ich mit Erfolgen rechnen kann? Über die optimale Sitzdauer am Tag streiten die Experten. Faustregel: Wer keinen Rückenbeschwerden hat, sollte auf seinen Körper hören. So spielt auch eine Rolle, welche Bewegungen während des Sitzens ausgeführt werden und wie oft ich den Sitzball verlasse, sprich aufstehe. Auch die Größe eines Sitzballs sollte Beachtung finden. Optimal ist eine Sitzposition, bei der die Beine im Winkel von 90 bis 100 Grad stehen.


Ein Sitzball muss richtig passen 

Viele machen den Fehler und kaufen sich ein Sitzball der zu groß ist. Durch das ablassen von Luft versuchen sie die fehlenden Höhenmeter auszugleichen. Die Folge ist eine Sitzball, der zu weich ist. Zu weiche Sitzbälle können unter Umständen sogar kontraproduktiv sein und zu Fehlbelastungen führen.

Nicht für jeden empfiehlt es sich, einen Sitzball zu nutzen. So sollten besonders kleine oder große Menschen lieber auf ein Keilballkissen zurückgreifen. Das Keilballkissen ist ein Kissen, was auf der Sitzfläche des Bürostuhles platziert werden kann. Es kommt der Sitzdynamik eines Sitzballes ziemlich nahe und garantiert eine gleichmäßige Druckverteilung. Gegenüber dem Sitzball hat das Keilballkissen noch einen Vorteil: Es kann nicht weg rollen, beim aufstehen. Für diesen Fall gibt es übrigens Ballschalen, die ein weg rollen verhindern. Auch im Sommer kann das Sitzen auf einem Sitzball unter Umständen unangenehm werden. Das synthetische Material fördert das Schwitzen – eine Auflage kann dabei Abhilfe schaffen.


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