Gymnastikübungen


Es gibt unzählige Bücher über Gymnastikübungen. Aber welche Gymnastikübungen kommen für mich in Frage? Zuerst sollte man sich überlegen, welchen Zweck die Gymnastikübungen erfüllen sollen.

Gymnastische Übungen können nämlich unterschiedliche Intentionen haben. Dienen sie der Vorbereitung und sind sie damit ein Teil des Erwärmungsprogramms. Oder werden sie im Anschluss an eine sportliche Belastung absolviert, um beispielsweise die Regeneration zu optimieren.

In den letzten Jahren konnte die Bedeutung von Gymnastikübungen als Vor- oder Nachbereitung von Sportaktivitäten relativiert werden. Bei dieser Form von Gymnastik kann man zwei grundsätzliche Aufgaben unterscheiden.

 

Gymnastikübungen für Dehnung und Stärkung der Muskeln

Zum einen verfolgen die Übungen den Zweck, die Muskeln und Bänder zu dehnen. Die andere Funktionsebene betrifft die Erwärmung der Muskeln, Gelenke und Bänder. Letzterer Nutzen für die sportliche Leistungsfähigkeit ist unumstritten. Ein Muskel der nicht voll erwärmt ist, ist nicht in der Lage, seine maximale Leistungsfähigkeit zu erzeugen.

Außerdem ist dieser ohne entsprechende Erwärmung anfälliger für Verletzungen – das gleiche gilt für Sehnen, Bänder und Gelenke. Dagegen wird der Nutzen der reinen Dehnung in der Wissenschaft kontrovers diskutiert.

In Studien konnte sogar nachgewiesen werden das ein übermäßiges Dehnen für manche Sportarten kontraproduktiv ist. So geht man davon aus, dass die Leistungsfähigkeit in Sportarten, die eine hohe Maximalkraft erfordern, sogar abnimmt, wenn man im Vorfeld intensive Gymnastikübungen durchführt.

Bei Sportarten, die eine spezielle Gelenkigkeit voraussetzen, wie beispielsweise beim Turnen, ist ein anspruchsvolles Dehnungsprogramm vor Wettkämpfen unverzichtbar. Fazit: Die Erwärmung ist Grundvoraussetzung, um die maximale Leistungsfähigkeit seiner Muskeln auszuschöpfen – die einzelne Dehnung sollte von Fall zu Fall unterschiedlich Anwendung finden.

 

Gymnastik für Muskelaufbau und Entspannung

Gymnastikübungen sind aber nicht nur reine Dehnungstechniken, sonder decken ein viel breiteres Wirkungsfeld ab. Neben einem gezielten Muskelaufbau können sie auch die koordinativen Fähigkeiten verbessern. Gerade in fernöstlichen Bewegungskonzepten kommt noch eine andere Komponente dazu: Die mentale Ebene.

Gymnastikübungen werden bei Aerobic, Thai-Chi oder auch Yoga als ganzheitliches Bewegungsprogramm verstanden, das Körper und Geist gleichermaßen stärkt und beides in Einklang bringt. Der Atem und die Konzentration geben den Rhythmus der einzelnen gymnastischen Übungen vor und funktionieren als „geistige Brücke“.

Immer noch am meisten Spaß machen Gymnastikübungen gemeinsam in der Gruppe. Und wenn man sich dabei nicht gerade in einer absoluten Entspannungsphase befindet, macht es durchaus Spaß, die einzelnen Übungen mit einem kleinen Schwätzchen zu kombinieren.

Anregungen finden sich genug – die unterschiedlichen Übungs-Interpretationen und Ausführungen der einzelnen Teilnehmer bieten meist schon genügend Gesprächsstoff. In einigen Sportarten gehört es ja zum Konzept, die einzelnen Übungsfolgen verbal oder musikalisch zu begleiten.


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