Schwangerschaft und Sport: Welche Sportarten sind geeignet?
Eine Schwangerschaft verläuft für jede Frau anders. Die Eine hat schon in den ersten Schwangerschaftswochen mit starker Übelkeit und Erbrechen zu kämpfen, eine Andere geht bis kurz vor der Geburt einem anspruchsvollen Beruf nach. Deswegen ist es schwer zu beurteilen, welcher Sport in der Schwangerschaft geeignet ist.
Ein Anhaltspunkt ist sicherlich die erreichte Schwangerschaftswoche. So ist ein sehr bewegungsintensiver Sport im fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft naturgemäß eher schwer auszuüben. Eins steht aber außer Frage: Bewegung tut Mutter und Kind gut. Sport hat während der Schwangerschaft aber nicht nur körperliche Auswirkungen.
Sport ist vor allem geeignet, um die Psyche positiv zu beeinflussen. Wer kennt sie nicht, die berühmte Schwangerschaftsdepression. Besonders im ersten und letzten Drittel werden schwangere Frauen von Stimmungsschwankungen heimgesucht. Etwa zehn Prozent der werdenden Mütter entwickeln während einer Schwangerschaft sogar Depressionen.
Sport beugt Schwangerschaftsdepressionen vor
Während am Anfang einer Schwangerschaft es eher die veränderte Lebenssituation ist, die negative Stimmungen und Gedanken hervorrufen – sind es am Ende einer Schwangerschaft eher die Sorgen und Ängste im Zusammenhang mit der Geburt des Kindes, welche die Psyche der Frau strapazieren. Gleichzeitig gibt es aber auch euphorische Situation, die das Dasein der werdenden Mutter charakterisieren.
Ein effektives Mittel gegen Stimmungsschwankungen ist Sport – der bläst den Kopf frei und kurbelt den Stoffwechsel an. Bei Sport in der Schwangerschaft sollte eine Grundregel immer befolgt werden: Mutter und Kind muss es dabei gut gehen. Besonders wertvoll für eine Schwangerschaft kann ein sanftes
Ausdauertraining sein, was eine verbesserte Kondition zum Ziel hat. Kondition benötigt jede schwangere Frau, denn ihr Körper muss während der Schwangerschaft Höchstleistungen vollbringen.
Untersuchungen zeigen, dass die Frauen weniger mit typischen Schwangerschaftsbeschwerden zu kämpfen haben, die in dieser Phase mehr Sport treiben. Sport während der Schwangerschaft soll sogar einen positiven Einfluss auf die Geburt und die anschließende Erholungszeit haben. Trotzdem sollte man es gerade zum Anfang nicht übertreiben. Denn gerade hier befinden sich Körper und Geist noch nicht im Gleichgewicht. Erst wenn sich die Schwangerschaft „stabilisiert“ hat, sollte man nach einem ausdauerlastigen Sport Ausschau halten. Besonders gut bewährt haben sich
Schwimmen,
Gymnastik oder auch das Spazieren. Darüber hinaus können aber auch anspruchsvollere Sportarten betrieben werden, die mit dem Arzt abgestimmt werden müssen. Generell sollte der Sport einen aeroben Charakter haben, rhythmische Bewegungsmuster vereinen und ein geringes Verletzungsrisiko beherbergen.
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