Figurformender Badeanzug


Der gute alte Badeanzug spaltet die Nation. Während die einen auf die Ganzkörperbekleidung schwören, haben die anderen den Badeanzug für alle Zeiten aus ihrem Kleiderschrank verdammt. 90 Prozent der Männer wollen eine Frau lieber in einem Bikini als in einem Badeanzug sehen. Nach dem Motto: Weniger Stoff ist mehr fürs Auge.

Sowohl der Badeanzug als auch der Bikini gehören zur Gruppe der Bademoden. Die Unterschiede zwischen einem Badeanzug und einem Bikini fallen sofort ins Auge. Der Badeanzug besteht aus einem großen Ganzen – der Bikini dagegen aus zwei Textilien. Allerdings sind sich beide ähnlicher, als man denkt. Zum Beispiel müssen beide sowohl Badeanzug als auch Bikini wassersporttauglich sein.

 

Badeanzug: Für sportliche Frauen besser geeignet als der Bikini



Ein Badeanzug sollte nach einem Wasserbad schnell trocknen und im Wasser nicht verrutschen. Letztere Eigenschaft hat vor allem bei einem Bikini oberste Priorität. Auch wenn auf einen solchen Zwischenfall besonders das männliche Publikum sehnsüchtig wartet, ist es für die betroffene Person eine echte Peinlichkeit. Badeanzug oder Bikini?

Die Fragen stellen sich viele Frauen jedes Jahr aufs Neue. Die Wahl ist nicht einfach. Denn nicht jeder Frau steht der Bikini oder Badeanzug gleichermaßen. So sind es besonders die Problemzonen, die vielen Frauen während der Badesaison zu schaffen machen. Denn nirgendwo anders als mit einem Badeanzug zeigt Frau soviel Haut. Problemzonen kommen hier besonders stark zur Geltung.

Längst hat die Modeindustrie das Problem erkannt und auch bei der Badebekleidung nachgebessert. So gibt es zum Beispiel den figurformenden Badeanzug oder das Push-Up-Oberteil für den Bikini. Schummeln und Kaschieren ist im Badebereich zwingend erlaubt. So werden Problemzonen selbst in einem Badeanzug praktisch neutralisiert.

Und seien wir doch mal ehrlich, geschummelt wird doch überall. Und das freut besonders die Freibäder, denn die können so auch mit Besucherinnen rechnen, die ohne passendem Badeanzug dem Bäderbetrieb ferngeblieben wären. Übrigens kannte eine Frau zum Anfang des 20. Jahrhunderts solche Probleme noch nicht. Denn zu dieser Zeit präsentierte sich eine Frau am ganzen Körper mit Kleidung bedeckt, wenn sie ein Strandbad betrat. Des öfteren mussten Frauen ob ihrer schweren Badebekleidung aus den Fluten gerettet werden.

Erst viel später durften Frauen in der Öffentlichkeit ihre nackten Beine zeigen. Bis dahin galt das Zeigen von Bein in der Öffentlichkeit als moralische Entgleisung. Mit den Augen unsere heutigen Zeit erscheint der sogenannte „Zwickelerlass“ von 1932 als schlechter Witz. Die preußische Regierung brachte zu jener Zeit ein Gesetz heraus, dass genau festlegte, welche Körperteile beim Baden in der Öffentlichkeit zu bedecken sind. Gut, dass sich die Zeiten geändert haben.



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