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Sportlich schwanger

Schwanger und Sport? Dass Sport während der Schwangerschaft nicht gut für Kind und Mutter sind, ist ein überholtes Ammenmärchen. Genau das Gegenteil ist der Fall. Bewegung und Sport sind während der Schwangerschaft gut, weil diese den weiblichen Körper stärkt und auf die kraftraubende Geburt vorbereitet. Man würde ja auch nicht untrainiert einen Marathon laufen, oder?

Sport-Schwangere|istockphoto.com/MariyaL|www.istockphoto.com/file_closeup.php?id=5607710Der Körper einer Frau verändert sich in den 10 Monaten einer Schwangerschaft enorm: das Blutvolumen steigt, der Ruhepuls ist höher als sonst und die Herzfrequenz steigt schon bei geringer Anstrengung. Alltägliche Bewegungen müssen plötzlich ganz anders ausgeführt werden.

Hinzu kommen Stoffwechselveränderungen und bei einigen Schwangeren vielleicht auch noch ein mentales Tief. Um sich für diese Veränderungen fit zu machen, empfiehlt sich ganz besonders Ausdauertraining.

 

Welchen Sport kann man schwanger noch ausüben?

Dabei sollten schwangere Frauen vor der 18. Schwangerschaftswoche auf ausgiebiges Joggen oder Walking verzichten, können aber beruhigt Schwimmen gehen.

Nach dem vierten Monat kann die Intensität des Trainings gesteigert werden. Laufen und auch Aerobic sind unbedenklich, solange es Mutter und Kind dabei gut geht. Auf Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko, wie beispielsweise Inline-Skating oder Ski fahren, sollte unbedingt verzichtet werden.

 

Sport ist gesund für Kind und Mutter

Für das ungeborene Kind ist Sport gesund, denn wenn das mütterliche Blut in Wallung kommt wird auch die Gebärmutter gut durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Das Schaukeln und Hüpfen im Mutterleib schadet dem Ungeborenen dabei nicht. Es ist sogar gut für die Entwicklung des Gleichgewichtssinns des Babys.

Die Mutter profitiert beim Sport von weniger Schwangerschaftsbeschwerden: Haltungsschwächen, Bewegungseinschränkungen und Rückenschmerzen können mit Sport, vor allem Wassersport wie Schwimmen und Aqua-Aerobic, gemindert werden.

Auch Venenstau, Wassereinlagerungen und Krampfadern können mit ausreichend sportlicher Aktivität verhindert werden. Die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft kann mit Bewegung besser kontrolliert werden. Und nicht zuletzt steigert Sport das allgemeine Wohlbefinden, denn zusätzliche Glückshormone werden ausgeschüttet.

 

Erst der Arzt gibt das „Go“

Es gibt Anzeichen und Symptome die gegen Sport während der Schwangerschaft sprechen, zum Beispiel erhöhter Blutdruck. Auch wenn man sich körperlich fit und vital fühlt, sollte man darum vor Beginn des Sportprgramms unbedingt den betreuenden Arzt fragen (hier geht’s zur Arztsuche) und sich von gründlich checken lassen. Wenn der grünes Licht gibt, heißt es „Go!“.