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Training mit Bosu-Ball, Balance Pad &Co.

Training auf instabilen Geräten, wie einem Ball oder einem Balanceboard, wird immer beliebter. Neben Stabilitäts-Übungen kann man auch Kniebeugen oder Ausfallschritte auf einem Bosu-Ball, Wackelbrett oder Balance Pad durchführen. Was bringt das Balance Training?

training-bosu-ball|istockphoto.com/leezsnow|www.istockphoto.comTraining auf einem wackeligen Untergrund bewirkt, dass der Körper mehr Muskelfasern gleichzeitig aktivieren muss, um das Gleichgewicht während der Übung halten zu können. Das ist die Theorie.

NetzathletenSportler benötigen weniger Kraft, wenn sie Übungen für die großen Muskelgruppen auf einem instabilen Untergrund trainieren.

Deshalb wäre die Methode auch sehr nützlich, um Gleichgewicht und Stabilität bei sportartspezifischen Bewegungen zu verbessern. Das wiederum würde die Leistung steigern und das Verletzungsrisiko verringern.

Wissenschaftler der Memorial University of Newfoundland in Kanada haben das Balance Training untersucht. Ergebnis:

Die „instabilen“ Trainingsgeräte aktivieren bei erfahrenen Kraftsportlern keine zusätzlichen Muskelfasern.

Mittels Elektromyografie wurde die Muskelaktivität von Wade, Oberschenkel, Bauch und Rückenstrecker gemessen, während die Athleten Übungen wie Kniebeugen auf einem Bosu Ball, Balance Pad, Wackelbrett und – im Vergleich – auf stabilem Grund durchführten.

 

Je instabiler der Untergrund, desto effektiver das Training

Außerdem maßen Sie die Muskelaktivierung bei Standard-Beinübungen auf dem Balance Pad oder auf dem Boden beziehungsweise beim Schwebesitz auf dem Bosu Ball. Lediglich auf dem Swiss Ball oder dem Wackelbrett konnten die Forscher eine stärkere Muskelaktivierung feststellen. Das sind die Geräte mit einer sehr hohen Instabilität.

Daraus folgerten die Wissenschaftler, dass trainierte Athleten einen sehr instabilen Untergrund benötigen, um bei Standard-Übungen zusätzliche Muskelfasern zu rekrutieren. Bei Anfängern oder Wieder-Einsteigern kann das Balance Training jedoch schnell einen guten Trainingseffekt beim Muskelaufbau erzielen.

Autor: Jörg Birkel (Journal of Strength and Conditioning Research, 2008, S. 22)
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