abnehmen.net

Verbrennt Denken mehr Kalorien?

Klar, wenn wir uns sportlich betätigen verbrennt unser Körper Kalorien. Aber auch für andere Prozesse wie das Denken und das Atmen benötigt unser Körper Energie.

Doch was ist mit dem Kalorienverbrauch beim Denken? Verbraucht unser Gehirn mehr Kalorien, wenn es sich besonders anstrengt, zum Beispiel während Prüfungen oder kniffligen Situationen im Job?

Sicher ist dem einen oder anderen schon aufgefallen, dass man nach dem Erledigen einer anstrengenden Aufgabe, die viel Nachdenken erforderte, hungrig wird. Und das obwohl man sich nicht bewegt hat, sondern dabei die ganze Zeit an seinem Schreibtisch saß und keine Kalorien verbraucht hat.

Unser Gehirn verbrennt tatsächlich mehr Kalorien, wenn es besonders intensiv Nachdenken muss. Dieser erhöhte Kalorienverbrauch tritt jedoch vor allem während intensiven Lernprozessen auf. Ist eine neue Aufgabe erstmal gemeistert, verbrennt das Gehirn wieder weniger Kalorien beim Nachdenken.

Frau am Laptop

©iStock/Dean Mitchell

 

Das menschliche Gehirn verbraucht circa 20 bis 30 Prozent des täglichen Kalorienbedarfs. Allein, um zu überleben, benötigt unser Gehirn ein Zehntel einer Kalorie pro Minute. Der größte Anteil dieser Energiemenge wird vom Gehirn jedoch nicht zum Denken, sondern zur Steuerung physiologischer Prozesse im Körper, wie Atmung, Herzschlag und Verdauung, genutzt.

Im Vergleich dazu verbraucht der Körper beim Kickboxen circa 10 kcal / Minute, beim normalen Laufen circa 4 kcal / Minute und beim Lösen eines Kreuzworträtsels immerhin 1,5 kcal / Minute.

Als Nährstoff ist unser Gehirn auf Glukose angewiesen, also Kohlenhydrate. Die Glukose ermöglicht, dass die Nachrichten im neuronalen Netz des Gehirns zwischen den Neuronen (Zellen im Gehirn) und dem Körpergewebe übertragen werden.

Das erklärt auch, warum Traubenzucker oder ein Espresso mit Zucker dabei helfen, die Gehirnleistung kurzfristig nach oben zu puschen. Schon kurz darauf fällt der Blutzuckerspiegel aber wieder ab und ein Leistungstief folgt.

Besser sind darum komplexe Kohlenhydrate aus Gemüse, Vollkornprodukten und Obst. Zu diesem so genannten Brainfood zählen unter anderem Nüsse, Heidelbeeren oder Fisch.