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Verliebt sein macht schlank

Abnehmen und von Luft und Liebe leben? Gerade Verlibt sein macht es leicht, schlank zu werden. Warum essen wir im Liebestaumel weniger und haben kaum Appetit? 

Sättigend: Schmetterlinge im Bauch

Schuld sind wie immer die Hormone. Wer verliebt ist, setzt nicht nur Appetit-zügelnde Glücksgefühle frei. Es wird ein wahrer Cocktail an Stresshormonen, Testosteron und Adrenalin freigesetzt. Vor allem das, bei Leistungssport ebenfalls zum Einsatz kommende, Dopamin. Dieses Hormon, das alle Prozesse im Körper in höchste Aktivität versetzt, hemmt Appetit und Hungergefühle und kann so schlank machen.

Unser Körper erleidet Stress und Qualen, wenn wir verliebt sind. Für ihn ist höchste Arbeitsstufe angesagt. Der Stoffwechsel powert, das Blut kommt in Wallung. Wir sind so aufgebracht, dass der Kalorienverbrauch ansteigt und das Hormon Phenylethylamin (PEA) hemmt den Appetit. So kommt es, dass wir in kurzer Zeit abnehmen können, ohne es wirklich zu merken. Der Körper ist im Liebesrausch eine wahre Verbrennungsmaschine.
Von dieser  “Liebes-Diät” bekommen wir gar nicht viel mit. Immerhin sind unsere Gedanken bei dem oder der Angebeteten. Der Liebesrausch kann aber auch sehr schnell in trübe Gedanken, Unsicherheit und Angst umschlagen. Und dann passiert im Körper leider genau das Gegenteil.

Frau hält Mann Salatblätter vor dem Mund in einer Küche.

©istock.com/shironosov

 

Kummer macht Hunger

Der Frust und Kummer schleudert ebenfalls jede Menge Hormone durch unsere Blutbahn. Da wäre das Appetit-auslösende Cortisol. Dieses Appetit-Hormon wird von der Nebenniere bei emotionalem Stress, also zum Beispiel wenn wir traurig sind, produziert.

Essen wir in einer solchen Situation ein Stück Schokolade, wird das Glückshormon Serotonin im Blut produziert. Und weils so schön war und unsere Seele gerade nach Glück giert, bleibt es dann eben nicht nur bei einem Stück Schokolade. Viele Studien beweisen, dass Übergewicht und Depressionen sich gegenseitig bedingen. Ein Teufelskreis sozusagen. Und der beginnt nicht selten mit einem fast harmlosen Liebeskummer.

Also Vorsicht bei Herzschmerz. So gut es sich auch anfühlt: die Schoki hilft dem gebrochenen Herzen nicht weiter. Freunde, Familie, ein neues Hobby und die Reflektion mit sich allein, sind bessere Begleiter durch trübe Tage. Und wer sich eine Extraportion Serotonin verschaffen will, geht besser eine Runde Joggen. Sport kann den Hormonhaushalt genauso steuern wie Süßigkeiten. Nur werden wir davon eben nicht dick.