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Vitamin K

Vitamin K ist ein eher unscheinbares Vitamin, dass auch erst relativ spät von der Wissenschaft entdeckt wurde. Der Buchstabe K steht für das Wort Koagulation, was soviel wie Blutgerinnung bedeutet. Aber eigentlich ist der Zusatz K noch pragmatischer Natur gewesen.

Der Buchstabe K war in Zusammenhang mit den Vitaminen noch nicht vergeben. 1943 erhielt der Naturwissenschaftler Henrik Dam für die Entdeckung von Vitamin K den Nobelpreis der Medizin. Vitamin K wurde, wie so viele Substanzen, durch Zufall entdeckt. Ausgangspunkt waren Fütterungsversuche mit Küken.

Küken die auf eine cholesterinfreie Diät gesetzt wurden, neigten zu Blutungen unter der Haut sowie im Muskelgewebe und in Organen. Nachdem die Blutungen durch das Verfüttern von frischem Kohl zurückgingen, glaubte man, dass Vitamin C der Grund der besseren Blutgerinnung wäre. Erst einige Jahre später erkannte man, dass für die bessere Blutgerinnung eine andere Substanz verantwortlich sein muss: Vitamin K.

Vitamin K für die Blutgerinnung

Das Vitamin spielt auch eine tragende Rolle bei den Gerinnungsvorgängen des Menschen. Gerinnungshemmende Wirkstoffe können sogar in ihrer Wirkung aufgehoben werden, wenn Vitamin K anwesend ist. Deshalb sollte bei einer ärztlichen Verordnung derartiger Medikamente darauf geachtet werden, dass kein Vitamin K über die Nahrung dem Körper zugeführt wird.

Nicht nur gerinnungswirksame Eigenschaften trägt das Vitamin in sich, auch am Zellwachstum ist es maßgeblich beteiligt. Das Blutgerinnungsvitamin ist auch am Wachstum von Tumorzellen beteiligt. Klinische Studien konnten einen Zusammenhang zwischen dem Verabreichen des Vitamins und dem Wachstum von Krebs nachweisen. Im Umkehrschluss gehen Wissenschaftler davon aus, dass ein entsprechender Entzug das Krebswachstum hemmen kann.

Eine weitere Funktion übt das Vitamin K beim Knochenstoffwechsel aus. Hier ist es für den Aufbau von Knochenzellen verantwortlich. In Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass das Vitamin unmittelbaren Einfluss auf die Knochendichte hat. So konnte der Knochenabbau beziehungsweise ein Knochenschwund durch die Verabreichung von Vitamin K gestoppt werden.

Auch Pflanzen können auf das Vitamin nicht verzichten. So nimmt das Vitamin der Koagulation eine wichtige Stellung bei der Photosynthese ein. Das Blutgerinnungsvitamin ist vor allem in Zwiebeln, grünem Gemüse und Milchprodukten enthalten. Der tägliche Bedarf wird laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung mit mindestens 65 Mikrogramm für Frauen und 80 Mikrogramm für Männer angegeben. Dieser Bedarf ist ausreichend um die Gerinnungsprozesse in der Leber zu aktivieren.