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Waist Hip Ratio: Was ist das?

Der Waist-Hip-Ratio (WHR) ist nichts anderes als das Taille-Hüft-Verhältnis (THV) einer Person. Anders ausgedrückt: Wie verhält sich der Taillenumfang zum Hüftumfang. 

Taille-Huefte-Verhältnis|pixelio.de/Jerzy|http://www.pixelio.de/details.php?image_id=219717Schon seit je her spielt dieses Verhältnis unter Menschen eine wichtige Rolle. Anfangs besonders aus ästhetischer Sicht. Eine Frau gilt auch heute noch als attraktiv, wenn sie ein günstiges Proportionen-Verhältnis zwischen Taille und Hüfte aufzeigen kann und somit einen guten Waist-Hip-Ratio hat. Diese Schönheitsformel geht auf unsere Evolution zurück. Schon vor 10.000 Jahren standen Frauen mit dieser typischen Körper-Silhouette, also einem optimalen Waist-Hip-Ratio, für Fruchtbarkeit und Gesundheit.

Überhaupt ist Schönheit immer unmittelbar mit der Biologie des Menschen verbunden. Ein Mensch wird von einem anderen Mensch als attraktiv eingestuft, wenn er für diesen als primärer Fortpflanzungspartner in Frage kommt. Immer geht es darum, gesunden Nachwuchs zu zeugen, der gute bis sehr gute Überlebenschancen hat. Wenn wir also jemanden schön finden, ist das nicht etwa eine rein ästhetische Feststellung, sondern wir greifen damit ein spezielles Evolutionsmuster auf.

Waist-Hip-Ratio und Krankheiten

Erst seit kurzer Zeit gehen Mediziner davon aus, dass der Waist-Hip-Ratio auch im Zusammenhang mit diversen Krankheiten steht. Der Waist-Hip-Ratio gibt einem Arzt darüber Auskunft, wie sich das Fett im Körper verteilt. Offensichtlich gibt es Fettdepots, die gefährlicher sind als andere, was die Entstehung von Krankheiten angeht. Insbesondere das Bauchfett soll aktiv den Verlauf von bestimmten Krankheiten beeinflussen. Studien zeigten, dass das Bauchfett Entzündungen im Körper auslöst, die unter anderem Arteriosklerose oder Bluthochdruck begünstigen können. Je schlechter das Verhältnis zwischen Taille und Hüfte (Waist-Hip-Ratio) ist, umso größer ist das Risiko, an Herz-Kreislaufkrankheiten zu erkranken. Besonders das innere Bauchfett ist sehr aktiv und produziert viele Fettsäuren, die nicht mehr entsprechend abgebaut werden. Wenn sich dieser Prozess ausweitet,  kann das ein ganzes Heer an Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Heute gehen Mediziner davon aus, dass ein ungünstiger Waist-Hip-Ratio unmittelbaren Einfluss auf die Entstehung von Bluthochdruck, Diabetes oder auch Arteriosklerose hat.

Wie kann man seinen Waist-Hip-Ratio optimieren? Die Sache gestaltet sich schwieriger als gedacht, denn auf das Prinzip der Fettverteilung haben wir kaum Einfluss. Unser Körper legt seine Fettdepots nach seinem eigenen genetischen Programm an – genauso verhält es sich beim Abbau von Körperfett. An welchen Körperstellen er zuerst Fett verbrennt, liegt in seinem Ermessen. Gezielt verbrennen ist also nicht möglich. Man kann aber insgesamt Fett verbrennen und darauf hoffen, dass unserer Körper das dann auch an den gewünschten Stellen tut.