Warum die Kartoffel ein Comeback verdient!

Mama, Oma und die Uroma konnten auf die Kartoffel nicht verzichten. Sie gehörte zu fast jedem Gericht dazu. Ohne die Knolle ging noch vor 10 Jahren einfach gar nichts. Und heute?

Kartoffel-Ballaststoffe|filonmar/istockphoto.com|www.istockphoto.com/file_closeup.php?id=2938934Die Anbaufläche für Kartoffeln schrumpfte von ehemals 548.000 Hektar (1990) auf 293.000 Hektar (2004). Pommes, Kartoffelpuffer und Pürees erleichtern uns das Leben. Wobei „erleichtern“ nur im Sinne des Kochaufwandes gemeint ist.

Die meisten dieser Fertigprodukte beschweren eher. Viel zu viel Fett und Geschmacksverstärker bringen sie mit und sorgen für sinnlos viele Kalorien auf kleinem Raum.

Dabei gibt es am Ur-Produkt Kartoffel doch gar nichts auszusetzen. Die Knolle bringt nämlich vieles mit was der menschliche Körper braucht. Eine geschälte Kartoffel besteht aus: 

  • 100 g gekochte, geschälte Kartoffeln: 69 kcal
  • 15% Kohlenhydrate
  • 2% Eiweiß
  • 0,% Fett
  • 2,1% Ballaststoffe
  • 1% Mineralstoffe und Spurenelemente (z. B. Natrium, Kalium, Calcium, Phosphor und Eisen)
  • 78% Wasser

Dazu gesellen sich wichtige Vitamine vor allem Vitamin C und Vitamine aus der A-Gruppe. Richtig, wer A sagt muss auch B sagen. Deshalb sind auch die Vitamine B1 und B2 sowie weitere Vitamine der B-Gruppe vertreten. Der Eiweißanteil ist zwar nicht besonders hoch, doch die Verwertbarkeit für den Körper, biologische Wertigkeit genannt, ist exzellent. Hier gilt eben: Weniger ist mehr!

Welche Kartoffel ist die Beste?

Es gibt über 5.000 verschiedene Kartoffelsorten, da ist es ganz schön schwierig die Beste zu finden. Muss man auch nicht, denn für jedes Gericht gibt es eine passende Kartoffelsorte. Soll es ein Kartoffelsalat sein, empfehlen sich fest kochende Kartoffeln wie z. B. die Sorten „Agata“, „Belanda“, „Linda“ und „Sieglinde“.

Als Beilage (Salzkartoffeln) oder Hauptspeise (Folie- oder Pellkartoffel) eignen sich überwiegend fest kochende Kartoffeln wie z.B. „Bamberger Hörnchen“, „Désirée“ und „Marabel“. Für Suppen oder als Püree machen sich mehlig kochende Kartoffeln wie z.B. „blauer Schwede“, „Arkula“ und „Naturella“ ganz gut.

Übrigens wurde das Jahr 2008 von der UN-Generalversammlung zum Jahr der Kartoffel erklärt. Also feiert mit und gebt der Knolle was sie verdient: Mehr Platz auf euren Tellern! Um gleich damit anzufangen, hier ein ganz einfaches Rezept:

Rezept: Schwäbischer Kartoffelsalat

Ein Kilogramm Kartoffeln (am besten die Sorte „Sieglinde“) mit Pelle kochen und abkühlen lassen. Die abgekühlten aber nicht kalten Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden.

In einer großen Schüssel mit einer klein gewürfelten Gemüsezwiebel, einen Esslöffel Senf, einer Tasse Rindsbouillon, zwei Esslöffel Weißweinessig und drei Esslöffeln Sonnenblumenöl vermengen. Dazu noch mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken – Fertig! Eine kalorienarme und wirklich einfache Kartoffelsalat-Variante. Den schwäbischen Kartoffelsalat serviert man unbedingt frisch zubereitet am selben Tag.